Kleine Wohnungen scheitern selten an der Grundfläche, sondern an falsch genutzten Flächen. Bevor irgendetwas gekauft oder umgestellt wird, lohnt sich eine Bestandsaufnahme: Wo liegt der tägliche Weg von der Tür zum Bett, zur Küche, zum Bad? Alles, was diesen Weg blockiert, wird dauerhaft zum Ärgernis. Räumen Sie zuerst diese Zone frei und stellen Sie dann erst die Frage, wo zusätzlicher Stauraum entstehen soll. Wer direkt mit Regalen beginnt, baut sich oft Hindernisse in den eigenen Weg.
Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren helfen nur in Durchgangsbereichen, nicht im Wohnzimmer. Wer dort sitzt, will das Licht selbst steuern. Sinnvoller ist es, mehrere Schaltkreise zu trennen: Grundlicht, Leselicht, Akzentlicht. So läuft nie die gesamte Beleuchtung gleichzeitig. Prüfe außerdem, ob Leuchten von oben verschmutzt sind. Staub auf Lampenschirmen und Reflektoren schluckt einen erheblichen Teil des Lichts. Zweimal im Jahr abwischen bringt mehr Helligkeit ohne eine einzige zusätzliche Watt.
Häufige Fehler kosten Zeit und Material. Dazu gehört, den Bettkasten erst an der Wohnungstür zu leeren. Dazu gehört, die Füße nicht abzuschrauben und sich an der ersten Tür zu verkeilen. Dazu gehört, die Schutzfolie an den Ecken zu vergessen, sodass Lack und Tapete leiden. Und dazu gehört, den Ausziehmechanismus während des Tragens zu testen. Ein weiterer Fehler ist, das Sofa auf einem Möbelroller mit zu kleiner Auflagefläche zu bewegen: Der Rahmen biegt sich durch. Nutzen Sie eine stabile Sackkarre mit langem Bügel oder einen Rollbrett mit großer Platte und sichern Sie die Last mit Zurrgurten.
Zuerst wird gemessen. Notiere die Breite des Spiegels, die Höhe der Unterkante und den Abstand zur Decke. Entscheide dann, ob der Spiegel flach an der Wand bleibt oder aufklappbar wird. Ein aufklappbarer Spiegel braucht eine Wandstärke von mindestens vier bis fünf Zentimetern, sonst passen keine Fächer hinein. Prüfe mit einem Leitungssucher, wo Kabel und Rohre verlaufen. Wer blind bohrt, trifft früher oder später eine Wasserleitung – ein typischer Fehler, der teuer wird.
Die Liegefläche eines Sofas wird oft mit der Sitzbreite verwechselt, dabei sind es zwei völlig verschiedene Werte. Die Liegefläche ist die tatsächlich nutzbare Fläche, auf der eine Person liegen kann – gemessen zwischen den Armlehnen und von der Rückenlehne bis zur vorderen Sitzkante. Wer falsch misst, bestellt ein Sofa, das im Wohnzimmer zu kurz wirkt oder für zwei Personen nicht ausreicht. Entscheidend ist, vor dem Messen zu wissen, was genau gemessen werden soll.
Für eine Liegefläche, auf der eine erwachsene Person bequem schlafen kann, gelten grobe Richtwerte: mindestens 140 cm Breite und 200 cm Länge. Wer zu zweit liegt, braucht eher 160 cm Breite und 200 cm Tiefe. Bei kleineren Sofas mit 120 cm Breite ist die Liegefläche nur für eine Person geeignet und auch dann knapp. Diese Werte helfen einzuschätzen, ob das Sofa den eigenen Anspruch erfüllt, bevor es gekauft wird.
Vertikale Flächen sind der größte ungenutzte Speicher in kleinen Wohnungen. Über Türen, über dem Bett, über der Waschmaschine oder in der Nische neben dem Kühlschrank entstehen Stauräume, die keine Bodenfläche kosten. Entscheidend ist die Tiefe: Regalbretter mit 20 bis 25 Zentimetern reichen für Bücher, Gewürze, Handtücher und Vorräte. Tiefere Regale verleiten dazu, Dinge nach hinten zu schieben, wo sie nie wieder auftauchen. Achten Sie außerdem darauf, dass Schranktüren und Schubladen vollständig zu öffnen sind, sonst wird der Stauraum zur Falle.
Für die Messung braucht man ein Maßband von mindestens zwei Metern Länge, einen Zollstock und am besten eine zweite Person. Zuerst wird die Sitzbreite ermittelt: der Abstand zwischen den Innenkanten der Armlehnen. Danach misst man die Sitztiefe von der Vorderkante der Sitzfläche bis zum Übergang zur Rückenlehne, nicht bis zur Wand. Beide Werte zusammen ergeben bei durchgehender Polsterung die Liegefläche. Wer ein Sofa mit verstellbarer Rückenlehne besitzt, misst zusätzlich die ausgeklappte Position, denn diese schafft oft erst die volle Liegefläche.
Nach dem Messen sollten die Werte notiert und mit den Angaben des Herstellers verglichen werden. Weicht die eigene Messung stark ab, liegt das meist an einer anderen Definition der Liegefläche. Im Zweifel gilt die selbst gemessene Fläche, denn sie beschreibt, was tatsächlich nutzbar ist. Wer die Maße einmal sauber erfasst hat, kann das Sofa später leichter umstellen und weiß sofort, ob es in eine Nische oder vor eine Heizung passt.
Typische Fehler beim Messen Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, die angegebene Sitzbreite sei automatisch die Liegebreite. Viele Sofas haben jedoch seitliche Polsterungen oder Armlehnenauflagen, die diese Fläche einschränken. Ebenso wird die Tiefe oft bis zur Wand gemessen, obwohl die Rückenlehne geneigt ist – dadurch entsteht ein zu großer Wert. Ein weiterer Fehler: Wer nur die Matratzenauflage misst und die umgebende Polsterung ignoriert, landet bei einer Liegefläche, die in der Praxis unbequem schmal ausfällt. Auch das Nachmessen mit einem Zollstock an einer Stelle reicht nicht; an mehreren Punkten messen zeigt, ob die Fläche gleichmäßig ist.