Ein schmaler Wohnungseingang wird schnell zum Problem, weil dort fast alles landet: Jacken, Taschen, Schuhe, Schlüssel. Wer einfach nur ein Regal an die Wand stellt und ein paar Haken anschraubt, gewinnt wenig. Entscheidend ist, dass beide Elemente zusammenarbeiten und die vorhandene Tiefe nicht blockieren. Zuerst wird gemessen: Wie breit ist der Durchgang an der engsten Stelle, wie hoch ist die Wand bis zur Decke, und wo verlaufen Lichtschalter, Türzarge und eventuell Heizungsrohre. Diese Maße bestimmen, welche Haken und welches Regal überhaupt in Frage kommen.
Ein Badezimmer ohne Fenster verliert die Feuchtigkeit nicht von selbst. Wer nach dem Duschen nur kurz die Tür öffnet und hofft, dass die Luft durch den Flur zieht, verteilt den Wasserdampf in der ganzen Wohnung und lässt ihn im Bad zurück. Die Folge sind Schimmel an Silikonfugen, abblätternde Farbe und ein muffiger Geruch, der sich in Handtüchern festsetzt. Die drei wirksamsten Hebel sind richtiges Lüften, konsequentes Abdichten und ausreichendes Heizen – in dieser Reihenfolge.
Heizen ist der dritte Faktor, der oft unterschätzt wird. Feuchte Luft schlägt sich an kalten Außenwänden und Fliesen nieder. Wer das Bad nach dem Duschen auskühlen lässt, produziert Kondenswasser an genau diesen Stellen. Eine Grundtemperatur von etwa 18 bis 20 Grad sollte auch bei Abwesenheit gehalten werden, damit die Wände nicht auskühlen. Beim Lüften im Winter kurz und kräftig lüften, nicht dauerhaft kippen – sonst kühlen die Wände aus und die Feuchtigkeit bleibt. Handtücher nach dem Duschen nicht im Bad trocknen lassen, sondern in einen besser belüfteten Raum hängen. Auch ein Wäscheständer im Bad ist kontraproduktiv.
Wandhaken gehören auf die Seite, an der die Tür aufschlägt – also meist gegenüber der Türangel. So bleibt der Durchgang frei, und die Tür kann vollständig geöffnet werden. Haken mit einer Tiefe von etwa acht bis zwölf Zentimetern reichen für Jacken und Taschen aus. Tiefere Haken oder solche mit langen Auslegern ragen in den Weg. Montiert werden sie auf einer Höhe zwischen 1,60 und 1,75 Metern, je nach Körpergröße. Wer Kinder hat, setzt zusätzlich niedrigere Haken auf etwa 1,10 Meter. Eine Reihe mit drei bis fünf Haken ist praktischer als viele einzelne Haken, weil die Jacken dann nicht übereinander hängen.
Ein häufiger Fehler in Mietwohnungen ist der Glaube, dass ein elektrischer Luftentfeuchter das Lüften ersetzt. Er senkt die Luftfeuchtigkeit tatsächlich, aber nur solange er läuft. Ohne regelmäßigen Luftaustausch bleibt die Feuchtigkeit in den Baustoffen. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte zudem prüfen, ob die Entlüftung im Bad funktioniert. Ein Abluftventilator mit Nachlauf oder Feuchtigkeitssensor ist oft nachrüstbar, aber der Einbau darf nur mit Zustimmung des Vermieters erfolgen. Einfache Maßnahmen wie ein Hygrometer helfen, den Überblick zu behalten: Werte über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sind ein Warnsignal.
Lüften heißt im fensterlosen Bad vor allem: Querlüftung erzeugen. Nach dem Duschen beide Türen öffnen – die Badezimmertür und, falls vorhanden, eine gegenüberliegende Tür oder ein Fenster in einem angrenzenden Raum. So entsteht ein Luftstrom, der die feuchte Luft abtransportiert. Zehn Minuten reichen bei gekippten Fenstern im Nebenraum meist nicht; besser sind fünf Minuten mit weit geöffneten Fenstern bei Durchzug. Wer nur die Badezimmertür einen Spalt öffnet, schiebt die Feuchtigkeit in den Flur statt nach draußen. Ein häufiger Fehler ist auch, die Tür während des Duschens geschlossen zu halten und danach zu lüften – das ist richtig, aber viele vergessen, dass die Feuchtigkeit bereits in den Wänden und Textilien sitzt.
Feuchte kontrollieren statt wegwischen Ein Waschtrockner gibt beim Trocknen bis zu zwei Liter Wasser pro Durchgang an die Raumluft ab. Ohne Lüftung schlägt sich das an Fliesen, Spiegeln und in Ecken nieder. Wer nur nach dem Trockengang kurz das Fenster öffnet, bekämpft das Symptom. Besser: nach jedem Trocknen zehn Minuten querlüften, also gegenüberliegende Fenster oder Tür und Fenster gleichzeitig öffnen. Steht das Bad innenliegend, ist ein Hygrometer Pflicht. Werte über 60 Prozent relative Luftfeuchte dauerhaft bedeuten Schimmelgefahr. Dann hilft nur ein elektrischer Luftentfeuchter oder ein Abluftventilator mit Feuchtesensor, der automatisch anläuft.
Die einfachste stabile Variante sind Schraubfundamente. Dabei werden Stahlhülsen mit einem Erdbohrer oder von Hand in den Boden gedreht, sodass sie fest im gewachsenen Erdreich sitzen. Darauf setzt man Pfosten für Rankgitter, Sichtschutzzaun oder eine Bepflanzung. Wichtig: Die Hülsen müssen mindestens ein Drittel ihrer Länge im Boden verschwinden, und der Boden darf nicht aufgeschüttet sein. In sandigem oder lockerem Boden halten sie schlecht; dort dreht man sie tiefer ein oder weicht auf Betonplatten als Auflage aus.
Für schmale Flure ist weniger mehr. Ein Regal mit drei Paar Schuhen und fünf Haken für Jacken und Taschen reicht meist aus. Alles andere wird zur Unordnung. Wer zusätzlich Stauraum braucht, kann über dem Regal eine schmale Ablage für Schlüssel und Post anbringen, sofern die Tiefe zehn Zentimeter nicht überschreitet. Ein Spiegel an der gegenüberliegenden Wand lässt den Flur optisch breiter wirken, ersetzt aber keinen Stauraum. Wichtig ist, dass der Durchgang mindestens 70 Zentimeter breit bleibt. Ist er schmaler, sollte man auf ein Regal verzichten und stattdessen nur Haken und eine schmale Schuhablage nutzen.