Unterschätzt wird der Zeitpunkt. Morgens ist der Belag am gefährlichsten, weil Tau und Laub zusammenkleben. Wer vor dem ersten Kaffee einmal quer über die Terrasse geht, merkt sofort, wo es kritisch wird. Räumen Sie deshalb am besten am Vorabend oder spätestens früh am Morgen, nicht erst mittags, wenn die Sonne alles getrocknet hat und die Gefahr unsichtbar geworden ist. Bei Frost niemals heißes Wasser verwenden: Der Temperaturschock kann Platten sprengen, und das Wasser gefriert ohnehin sofort wieder.
Gemütlichkeit entsteht nicht nur durch Kerzen und Wolldecken. Sie entsteht auch durch das, was das Ohr wahrnimmt. Ein Raum kann optisch warm wirken und trotzdem kalt klingen, weil harte Oberflächen den Schall reflektieren. Wer den Klang im Wohnzimmer verbessern will, muss verstehen, wie Schall auf Wände, Böden und Möbel trifft. Die gute Nachricht: Man braucht dafür kein Studio, sondern nur ein paar gezielte Veränderungen.
Beginnen Sie mit der Reinigung, denn jeder weitere Schritt baut darauf auf. Nehmen Sie die Türen und Schubladenblenden ab, nummerieren Sie die Scharniere, damit später nichts vertauscht wird. Entfernen Sie Fett mit einem milden Spülmittel und warmem Wasser, nicht mit aggressiven Reinigern oder Scheuermilch. Bei lackierten Flächen reicht meist ein feuchtes Tuch, bei Holzfronten arbeiten Sie mit möglichst wenig Feuchtigkeit, damit kein Wasser in die Fugen läuft. Trocknen Sie sofort nach, sonst bleiben Ränder und Schlieren zurück.
Die Grundregel lautet: Helle Töne reflektieren Licht und treten optisch zurück, dunkle Töne absorbieren Licht und kommen nach vorn. Für die Decke bedeutet das in der Regel ein gebrochenes Weiß oder ein sehr helles Grau, damit sie nicht wie ein Deckel wirkt. Die Wände erhalten einen Ton, der zwei bis drei Stufen heller ist als der Boden. Werden alle Flächen im gleichen Farbton gehalten, verschwimmen die Kanten zwischen Wand und Decke, und der Raum verliert seine Begrenzung. Genau dieser Verlauf – hell oben, mittel an den Wänden, dunkler unten – erzeugt Tiefe.
Wenn die Oberfläche großflächig matt, vergilbt oder zerkratzt ist, kann ein Neuanstrich sinnvoll sein. Schleifen Sie zuerst mit feiner Körnung an, entfernen Sie den Staub gründlich und tragen Sie einen geeigneten Haftgrund auf. Lackieren Sie dann in mehreren dünnen Schichten, nicht in einer dicken. Zwischen den Schichten leicht anschleifen und erneut entstauben. Arbeiten Sie bei guter Belüftung und mit sauberem Werkzeug; Staub und Fusseln sind der häufigste Grund für unsaubere Ergebnisse. Rollen Sie lieber mehrmals dünn als einmal dick.
Wer die Heilkraft der Natur im Bad nutzen will, macht häufig denselben Fehler: Er überlädt den Raum mit Duftkerzen, Aromadiffusoren und Schaumbädern, bis von der eigentlichen Wirkung nichts übrig bleibt. Der Körper braucht im warmen Wasser vor allem eines – Reize, die ihn nicht zusätzlich belasten. Wer empfindlich auf synthetische Duftstoffe reagiert, merkt das oft erst nach zwanzig Minuten: Kopfschmerzen, Enge in der Brust, Unruhe. Genau das Gegenteil dessen, was ein Bad leisten soll.