Nach dem Einstellen ziehst du alle Schrauben wieder fest, aber nicht mit Gewalt. Zu starkes Anziehen verzieht das Blech und macht die vorherige Justierung zunichte. Prüfe zum Schluss, ob die Tür in allen Positionen gleichmäßig schließt und ob die Dichtung noch trägt. Eine sauber ausgerichtete Tür läuft leise, schließt mit einem gleichmäßigen Widerstand und bleibt auch nach Wochen in dieser Position.
Für das Streichen selbst verwenden Sie einen Kurzflor-Roller oder eine Schaumstoffwalze. Pinsel eignen sich nur für Ecken und Kanten. Rollen Sie die Farbe dünn und gleichmäßig auf. Zu viel Farbe führt zu Nasen und läuft in die Fugen. Zwei dünne Schichten sind besser als eine dicke. Lassen Sie die erste Schicht vollständig trocknen – mindestens die vom Hersteller angegebene Zeit, eher länger. Zwischen den Schichten können Sie mit feinem Schleifpapier (Körnung 240) leichte Unebenheiten glätten. Nach der letzten Schicht darf die Fläche mehrere Tage nicht mit Wasser in Berührung kommen. In Feuchträumen ist eine Versiegelung mit einem klaren, wasserabweisenden Lack sinnvoll.
Für die Türen nimmst du dasselbe Material wie den Korpus. Topfbänder brauchen einen Bohrdurchmesser von 35 mm und einen Abstand zur Türkante, der zum jeweiligen Bandtyp passt – meist 3 bis 5 mm. Bohre die Topflöcher erst, wenn die Tür fertig zugeschnitten ist, sonst reißt das Material aus. Hänge die Türen zu zweit ein, eine Person hält, die andere schraubt. Stelle die Bänder so ein, dass die Fugen gleichmäßig verlaufen. Schiefe Türen entstehen fast immer durch eine nicht ausgerichtete Korpusseite, nicht durch die Bänder.
Viele Profile werben mit einem integrierten Kanal für Kabel. Der Trick funktioniert nur, wenn im Inneren tatsächlich zwei getrennte Kammern vorhanden sind. Strom- und Datenleitungen gehören nicht in dasselbe Fach, weil sonst Störungen auf Telefon- oder Netzwerkkabel überspringen. Beim Verlegen die Kabel zuerst einlegen, dann die Leiste an die Wand drücken — nicht umgekehrt. Vor dem Verschließen prüfen, ob die Leitungen an beiden Enden genug Reserve haben, sonst lässt sich später keine Steckdose mehr anschließen. Wer die Kabel nur lose hinter die Leiste schiebt, riskiert, dass sie beim nächsten Saugen herausfallen.
Vor dem Bohren die gesamte Anordnung mit Kreppband oder Papierschablonen an der Wand befestigen. Ein Schritt zurück und ein Blick aus zwei bis drei Metern Entfernung zeigt Ungenauigkeiten deutlicher als die Nahansicht. Wer diesen Schritt überspringt, bohrt zu früh und muss später nachbessern. Bei Altbauwänden vorher prüfen, ob der Untergrund tragfähig ist. In Fachwerkwänden oder Wänden mit Lehmputz halten gewöhnliche Dübel oft nicht. Ein kurzer Test mit einem dünnen Bohrer zeigt die Beschaffenheit des Untergrunds, ohne großen Schaden anzurichten.
Ein Spiegel im Flur ist kein Dekostück, sondern ein Arbeitsmittel. Er entscheidet, wie hell der Eingangsbereich wirkt, wie groß er erscheint und ob der letzte Blick vor dem Verlassen des Hauses sitzt. Wer ihn nach Bauchgefühl kauft, bekommt oft ein formatfüllendes Monster, das den Raum erdrückt, oder ein Winzling, der lediglich eine kahle Wand betont. Die Größe sollte sich an der Wandfläche orientieren, nicht am Angebot. Als Faustregel gilt: Der Spiegel bedeckt etwa zwei Drittel der Breite des Möbelstücks, über dem er hängt – ein schmaler Spiegel über einer breiten Kommode wirkt wie ein Zufall.