Für den Anstrich eignet sich matte Innenwandfarbe, die auf Gipskarton abgestimmt ist. Zwei dünne Anstriche bringen ein besseres Ergebnis als ein dicker. Zwischen den Anstrichen trocknen lassen. Die Rolle nicht zu nass führen, sonst weicht das Papier auf und wirft Falten. Kanten und Ecken zuerst mit dem Pinsel vorlegen, dann die Fläche rollen. Typische Fehler sind zu viel Farbe in der Rolle, Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung und das Verstreichen der Trocknungszeiten. Wer diese Punkte einhält, erhält eine glatte, rissefreie Wand, die auch nach Monaten noch sauber aussieht.
Das Auftragen erfolgt in mehreren dünnen Schichten, nicht in einer dicken. Zwei bis drei Durchgänge sind üblich. Zwischen den Schichten wartet man die angegebene Trockenzeit ab, meist mehrere Stunden. Eine Rolle mit kurzem Flor eignet sich für die Fläche, ein Pinsel für Fugen und Ecken. Läufer und Kanten nicht vergessen. Typische Fehler: zu wenig Farbe, sodass die alte Fliese durchscheint, oder streifiges Arbeiten durch zu schnelles Rollen. Beides lässt sich vermeiden, indem man in Bahnen arbeitet und die Rolle gleichmäßig führt.
Für kleine Wohnungsreparaturen braucht es zusätzlich Verbrauchsmaterial. Dazu zählen Isolierband, ein paar Meter dünner Draht, wasserfestes Klebeband, ein kleiner Vorrat an Dübeln und Schrauben in gängigen Größen sowie Gleitmittel oder Silikonspray für quietschende Scharniere. Ein Satz Ersatzklingen für das Cuttermesser verhindert, dass man mit einer stumpfen Klinge arbeitet und sich verletzt. Auch ein kleiner Inbusschlüssel für die Justierung von Küchenschränken gehört dazu. Prüfen Sie den Vorrat ein- bis zweimal im Jahr und füllen Sie Verbrauchtes nach, bevor die nächste Reparatur ansteht.
Wer Trockenbauwände selbst verspachtelt und streicht, spart Geld, verliert aber schnell die Geduld. Der häufigste Fehler passiert nicht beim Spachteln, sondern danach: Zu früh streichen. Gipskarton ist ein Saugmaterial, das Feuchtigkeit aus Farbe und Spachtelmasse aufnimmt und wieder abgibt. Wer diese Bewegung nicht zulässt, bekommt Risse, Blasen und sichtbare Fugenkanten, die auch nach dem dritten Anstrich bleiben.
Eine Küche zwischen 6 und 10 m² verzeiht keine Zufallsplanung. Wer hier Stauraum gewinnen will, muss zuerst die Laufwege festlegen und dann die Schränke danach ausrichten. Der häufigste Fehler: Möbel werden nach vorhandenen Wänden gestellt, nicht nach der Bewegung zwischen Herd, Spüle und Kühlschrank. Messen Sie zuerst die drei Anschlusspunkte und den Abstand dazwischen. Zwischen Herd und Spüle sollten mindestens 60 cm Arbeitsfläche liegen, ideal sind 80 bis 90 cm. Alles darunter macht jede Mahlzeit zum Gedränge.
Zuerst werden die Fugen und Schraubenköpfe gespachtelt. Fugenfüller wird mit einem schmalen Spachtel kreuzweise in die Fuge gedrückt, dann mit einem breiteren Spachtel flach abgezogen. Schraubenköpfe brauchen nur so viel Masse, dass sie mit der Plattenoberfläche abschließen. Wichtig: Die Fugenfüller nicht zu dünn anrühren, sonst schrumpfen sie beim Trocknen und ziehen eine sichtbare Mulde. Die erste Schicht darf ruhig etwas dicker sein, sie wird ohnehin überschliffen.
Spiegel richtig einsetzen, statt nur aufhäng
Arbeitsflächen in zwei Ebenen schaffen Platz, ohne die Grundfläche zu vergrößern. Eine 60 cm tiefe Hauptzeile plus eine 40 cm tiefe Nebenzeile an der gegenüberliegenden Wand ergibt einen schmalen Korridor. Bei weniger als 90 cm Abstand zwischen den Zeilen wird es eng – dann besser eine L-Form wählen. Die dritte Regel: Hochschränke nur an den Enden der Zeile, nie mitten in der Arbeitsfläche, sonst zerschneiden sie den Laufweg.
Zwischen den Spachtelgängen trocknen lassen Jede Spachtelschicht muss vollständig trocknen, bevor die nächste kommt. Das dauert je nach Raumklima mehrere Stunden, bei hoher Luftfeuchtigkeit auch länger. Ein zu früher zweiter Gang verteilt nur weichen Füllstoff und erzeugt Rillen. Zwischen den Gängen wird nicht geschliffen, erst nach der letzten Schicht. Beim Schleifen entsteht viel Staub, deshalb den Raum vorher abkleben. Mit einem Schleifgitter auf einem Handschleifer und mittlerer Körnung lässt sich die Fläche kontrolliert einebnen. Zu starkes Schleifen legt die Kartonoberfläche frei und macht sie für Farbe ungleichmäßig aufnahmefähig.
Vorratsdosen lösen das Problem offener Tüten und halb leerer Packungen. Man füllt Mehl, Reis, Nudeln, Müsli oder Kaffee in dichte Behälter, beschriftet sie mit Inhalt und Datum und stellt sie nach Verbrauch sortiert ins Fach. Achtung: Nicht alle Lebensmittel vertragen sich mit jedem Material, und Gewürze verlieren in durchsichtigen Dosen am Licht schnell an Aroma. Wer nur nach Optik kauft, stellt später fest, dass die Dosen nicht stapeln oder nicht in die Höhe passen. Deshalb erst den Stapelbedarf und die Fachhöhe klären, dann Dosen auswählen. Ein weiterer Fehler ist, angebrochene Packungen einfach in die Dose zu schütten, ohne Reste zuerst zu verbrauchen.