Der Aufbau folgt einer festen Reihenfolge. Zuerst die Wand hinter dem Modul prüfen: tragfähig, gerade, frei von Leitungen. Dann den Korpus anfertigen oder anpassen lassen, mit Sockel, der den Bodenausgleich schafft. Die Bank wird auf den Korpus gesetzt, nicht daneben gestellt, sonst entsteht eine Fuge, in der sich Staub und Krümel sammeln. Erst danach die Tür samt Spiegel einhängen und die Scharniere einstellen. Ein häufiger Fehler ist, den Spiegel vor dem Korpus zu montieren – dann lässt sich die Tür nicht mehr justieren.
Am Ende des Flurs gehört ein eigener Lichtpunkt hin, der den Blick führt. Das kann eine Deckenleuchte sein, die gezielt auf die Stirnwand strahlt, oder eine Stehleuchte in einer Ecke. Wird das Ende heller als der Anfang, wirkt der Flur kürzer und einladender. Achte darauf, dass dieser Lichtpunkt nicht die einzige Lichtquelle bleibt, sonst entsteht ein greller Punkt in einer dunklen Röhre. Wer mit dimmbaren Leuchten arbeitet, kann die Helligkeit abends reduzieren und den Flur so auch als Übergangszone nutzbar machen, ohne dass er wie ein Durchgang wirkt.
Ein langer Flur wirkt selten freundlich, weil das Licht dort meist nur aus einer einzigen Deckenleuchte kommt. Dieses Licht fällt senkrecht nach unten, erreicht die Wände kaum und lässt die Enden des Gangs im Dunkeln verschwinden. Wer den Flur freundlicher machen will, muss deshalb nicht einfach heller beleuchten, sondern das Licht anders verteilen. Schon mit drei bis vier gerichteten Lichtquellen auf verschiedenen Höhen verändert sich der Raumeindruck deutlich stärker als mit einer stärkeren Lampe in der Mitte.
Auf vier bis acht Quadratmetern konkurrieren Dusche, Waschbecken und Wäscheständer um denselben Boden. Wer hier regelmäßig Wäsche trocknet, muss Luftfeuchtigkeit, Platz und Ordnung gleichzeitig im Griff haben. Der häufigste Fehler: den Ständer mitten in den Raum stellen und die Tür schließen. Die Feuchtigkeit aus nasser Wäsche verteilt sich dann in der gesamten Wohnung, weil das Bad sie nicht abführt.
Vor dem Einbringen des Silikons werden die Flanken mit einem geeigneten Primer behandelt, sofern der Hersteller dies vorschreibt. Das Silikon wird gleichmäßig und ohne Unterbrechung in einem Zug eingespritzt. Ein zu dicker Strang ist ein typischer Fehler, denn er härtet ungleichmäßig aus und reißt später in der Mitte. Überschüssiges Material wird sofort mit einem Glättmittel und einem Fugenglätter abgezogen. Wasser allein funktioniert nicht, weil es die Haftung mindern kann; Spülmittel-Zusätze sind ebenfalls riskant, da sie Rückstände hinterlassen.
Licht auf Augenhöhe und indirekte Wandbeleuchtung kombinieren Ein langer Flur braucht Licht, das die Wände streift. Wandleuchten in etwa zwei Dritteln der Raumhöhe, nach oben und unten abstrahlend, brechen die Länge optisch auf und lassen den Gang kürzer erscheinen. Alternativ lassen sich schmale Lichtbänder oder Profilleisten an der Decke entlang der Wand führen, die das Licht indirekt gegen die Decke werfen. Wichtig ist, dass die Leuchten nicht blenden: Sie sollten so ausgerichtet sein, dass man die Lichtquelle selbst nicht direkt sieht, sondern nur den hellen Fleck an der Wand. Bei mehreren Leuchten an derselben Wand einen gleichmäßigen Abstand wählen, sonst entstehen unruhige Lichtinseln.
Vor dem Streichen wird der Raum vollständig geleert oder die Möbel in die Mitte gerückt und mit Folie abgedeckt. Steckdosen und Lichtschalter werden abgeschraubt, nicht nur abgeklebt. Abklebeband an Fußleisten, Fensterrahmen und Türzargen verhindert Farbnebel, ersetzt aber kein sorgfältiges Arbeiten. Die Wand wird mit einem feuchten Schwamm von Staub und Fett befreit, Risse werden mit Spachtelmasse gefüllt und nach dem Trocknen glatt geschliffen. Saugfähige Untergründe brauchen eine Grundierung, sonst entstehen Flecken.
Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme am Abend. Schalte alle vorhandenen Leuchten ein, stelle dich an ein Ende des Flurs und fotografiere den Gang in Richtung des anderen Endes. Auf dem Foto sieht man schnell, welche Bereiche dunkel bleiben, wo Schatten an den Wänden entstehen und ob die Decke gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Typischer Fehler: Nur die Deckenmitte wird hell, während Türen, Nischen und der Boden am Ende des Flurs im Halbdunkel liegen. Notiere, welche Wand dunkler ist und wo der Flur optisch am längsten wirkt.
Schließlich sollte man den Flur nicht dauerhaft mit voller Helligkeit betreiben. Bewegungsmelder oder Schalter mit zwei Stufen – etwa Grundlicht an den Wänden und Zusatzlicht an der Decke – sparen Energie und lassen sich situationsabhängig steuern. Prüfe nach dem Umbau erneut am Abend mit dem Handyfoto, ob Schatten verschwunden sind und die Wände gleichmäßig hell erscheinen. Wenn der Flur danach noch kühl wirkt, liegt es meist nicht an der Helligkeit, sondern an fehlender indirekter Beleuchtung und einem zu dunklen Flurende.
Die Banktiefe ist der häufigste Fehler. Viele orientieren sich an Sitzmöbeln aus dem Wohnbereich und wählen vierzig Zentimeter oder mehr. Im Flur reichen fünfunddreißig Zentimeter Sitzfläche, bei sehr schmalen Verhältnissen dreißig. Zum Anziehen der Schuhe genügt das, und der Korpus bleibt flacher. Wichtig ist die Sitzhöhe: rund fünfundvierzig Zentimeter ab Oberkante Boden, gemessen ohne Polster. Ist die Sitzfläche zu niedrig, kommen ältere Menschen kaum wieder hoch; ist sie zu hoch, hängen die Füße in der Luft.