Beim Beladen eines Transporters oder Anhängers entscheidet die Reihenfolge über Erfolg oder Misserfolg. Schwere Möbel gehören zuerst auf den Boden. Ein Kleiderschrank, ein Sofa oder eine Waschmaschine kommen direkt hinter die Kabine oder an die Rückwand der Ladefläche, je nach Achslast. Das Gewicht drückt dann nach unten und hält die Ladung stabil. Wer zuerst Kartons einlädt, muss später die schweren Teile darüber wuchten — das kostet Kraft und beschädigt oft den Kartoninhalt.
Nach Nutzungshäufigkeit statt nach Kategorie pack
Die größte Schwachstelle sind die Kartons selbst. Standardkartons saugen Wasser wie ein Schwamm und verlieren dann ihre Stabilität. Wer empfindliche Gegenstände wie Bücher, Elektronik oder Kleidung einpackt, sollte den Boden des Kartons mit einer Lage Packpapier oder einer dünnen Plastikfolie auskleiden. Noch besser: Ein Müllsack wird von innen ausgelegt, die Gegenstände hineingestellt und der Sack oben verschlossen. So bleibt der Inhalt selbst dann geschützt, wenn der Karton von außen nass wird. Ein typischer Fehler ist, den Karton außen mit Folie zu umwickeln, aber die Oberseite offen zu lassen. Regen läuft genau dort hinein, wo man es am wenigsten erwartet.
Schwere Teile gehören nach unten, leichte nach oben. Teller und Auflaufformen bilden die unterste Schicht, Gläser und Tassen kommen darüber. Tassen werden mit der Öffnung nach unten oder seitlich gepackt, niemals mit dem Henkel nach außen zeigend, weil dieser bei Druck leicht abbricht. Stapeln Sie niemals zwei Kartons mit Geschirr übereinander, ohne eine stabile Zwischenlage aus Pappe zu verwenden. Wer diese Regeln befolgt, verliert beim nächsten Umzug deutlich weniger Geschirr.
Kartons als Mauer: Stabil stapeln, nicht quetsch
Zeitungspapier eignet sich gut zum Auskleiden des Kartons und zum Ausfüllen von Hohlräumen, aber nicht als direkte Umhüllung von Gläsern. Die Druckfarbe kann auf feuchten oder fettigen Oberflächen abfärben, und bei empfindlichem Dekor oder Goldrand setzt sie sich dauerhaft fest. Sauberes, unbedrucktes Papier oder Packpapier ist die bessere Wahl. Für den Boden des Kartons gehören mehrere Lagen Zeitungspapier oder eine Lage Karton, damit die unterste Schicht nicht auf hartem Untergrund aufsitzt.
Beutel, Klettbänder und Etiketten richtig einsetz
Ein häufiger Fehler ist zu wenig Material. Eine dünne Lage Küchenrolle reicht nicht. Zwischen zwei Tellern sollte mindestens ein Zentimeter Polster liegen, bei Gläsern eher mehr. Ein weiterer Fehler: Der Karton wird bis zum Rand vollgepackt und dann mit Gewalt verschlossen. Besser ist es, oben eine Lage Handtücher oder Papier einzulegen und den Karton nur so weit zu füllen, dass der Deckel ohne Druck schließt. Bewegt sich der Inhalt beim leichten Schütteln, ist zu viel Luft im Karton; bewegt sich nichts, ist er richtig gepackt.
Beim Umzug oder beim Einlagern von Geschirr entscheidet die Polsterung darüber, ob Teller und Gläser heil ankommen. Wer Geschirr einfach in einen Karton stapelt, riskiert Bruch noch bevor der erste Karton den Boden berührt. Die wichtigste Regel lautet: Kein Teil darf ein anderes direkt berühren. Jede Berührungsfläche zwischen zwei harten Gegenständen wird bei Erschütterung zur Sollbruchstelle.
Handtücher und Geschirrtücher als Polster Handtücher sind das praktischste Polstermaterial im Haushalt. Sie sind weich, formbar und schützen empfindliche Oberflächen besser als Papier. Teller werden einzeln in ein Geschirrtuch gewickelt und hochkant in den Karton gestellt, nicht flach gelegt. Hochkant gestapelte Teller halten seitlichen Druck besser aus als ein flacher Stapel, bei dem das Gewicht aller Teller auf dem untersten lastet. Zwischen zwei eingewickelte Teller kommt eine zusätzliche Lage Stoff. Gläser werden ebenfalls einzeln umhüllt; der Hohlraum im Glas wird mit zusammengeknülltem Papier oder einem kleinen Stoffstück ausgefüllt, damit die Wand nicht nach innen gedrückt wird.