Schließlich entscheidet die Abkühlphase über den Erfolg. Zu schnelles Abkühlen an der Oberfläche, etwa durch einen kalten Luftzug, führt zu Spannungen und einem einfallenden Spiegel. Die Form langsam und gleichmäßig abkühlen lassen, am besten in einem isolierten Behälter oder bei Raumtemperatur ohne direkten Luftstrom. Wer diese Punkte beachtet, vermeidet den unerwarteten Abfall des Wachsspiegels beim ersten Guss und erhält eine gleichmäßige, saubere Oberfläche.

Bevor überhaupt gereinigt wird, sollte die Kerze einige Stunden bei Raumtemperatur liegen. Kalter Wachs ist spröde und bricht leichter, außerdem haftet Staub auf kalten Oberflächen stärker. Anschließend wird die Kerze mit einem weichen Pinsel – einem breiten Kosmetikpinsel oder einem sauberen Rasierpinsel – trocken abgebürstet. Die Borsten dürfen dabei nur mit leichtem Druck über die Oberfläche streichen, am besten von oben nach unten und in kreisenden Bewegungen an den Rändern. Ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz ist tabu, weil die Rotation feine Riefen zieht.

Ein häufiger Fehler ist das Befüllen ohne vorherige Reinigung. Staub, Fettreste oder Etikettenkleber brennen mit und verursachen Ruß. Wasche das Gefäß mit warmem Wasser und Spülmittel, spüle gründlich nach und lasse es vollständig trocknen. Restfeuchtigkeit führt beim Erhitzen zu Spritzern. Bei Dosen mit Deckel gilt: Der Deckel muss abnehmbar sein oder gelocht werden, damit sich kein Druck aufbaut. Verschließe niemals ein Gefäß luftdicht, während die Kerze brennt.

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von Spiritus, Essigreiniger oder Glasreiniger. Diese Mittel greifen die Wachsoberfläche an, machen sie stumpf und können Farbpigmente herauslösen. Ebenso problematisch sind Papierküchentücher mit rauer Struktur: Sie hinterlassen feine Holzfasern, die sich mit Wachs verbinden und wie Schleifpapier wirken. Wer den Mantel polieren möchte, nutzt stattdessen ein weiches Baumwolltuch und arbeitet in langen, gleichmäßigen Bahnen.

Typische Fehler sind schnell aufgezählt. Zu viel Wasser ergibt einen weichen, kreidenden Stein, der beim Anfassen bricht. Zu wenig Wasser macht die Masse zäh, sie lässt sich nicht mehr in feine Formen gießen und füllt Hohlräume nicht aus. Zu frühes Betropfen führt zu einem faulen, scharfen Geruch, weil das Öl in feuchten Poren oxidiert. Wer Gipsstaub einatmet, reizt die Atemwege; das Anmischen gehört deshalb an einen gut gelüfteten Platz, am besten mit Maske. Und wer die Steine lackiert, nimmt ihnen genau die Eigenschaft, wegen der sie funktionieren: die Porosität.

Erst vollständig getrocknete Steine nehmen Öl auf. Ein bis drei Tropfen ätherisches Öl oder eine Duftmischung genügen für einen handlichen Stein. Mehr bringt keinen stärkeren Duft, sondern nur Flecken: Die Oberfläche wird dunkel, das Öl läuft heraus und hinterlässt Ränder auf Möbeln. Wer den Duft intensiver will, gibt nicht mehr Öl, sondern mehrere Steine in den Raum. Das Öl wird auf die Unterseite oder in eine Vertiefung getropft, nicht auf die sichtbare Fläche. So bleibt der Stein optisch sauber und die Verdunstung läuft gleichmäßig.

Schließlich entscheidet die Abkühlphase über den Erfolg. Zu schnelles Abkühlen an der Oberfläche, etwa durch einen kalten Luftzug, führt zu Spannungen und einem einfallenden Spiegel. Die Form langsam und gleichmäßig abkühlen lassen, am besten in einem isolierten Behälter oder bei Raumtemperatur ohne direkten Luftstrom. Wer diese Punkte beachtet, vermeidet den unerwarteten Abfall des Wachsspiegels beim ersten Guss und erhält eine gleichmäßige, saubere Oberfläche.

Für den dauerhaften Gebrauch lohnt sich eine einfache Routine. Der Stein steht auf einem Untersetzer aus Glas oder Keramik, damit austretendes Öl keine Spuren hinterlässt. Alle ein bis zwei Wochen zwei Tropfen frisches Öl nachgeben. Wenn der Duft nachlässt, obwohl noch Öl im Stein ist, ist die Oberfläche gesättigt; dann hilft es, den Stein einige Stunden auszulüften, bevor neues Öl darauf kommt. Stark verschmutzte oder vollgesogene Steine lassen sich nicht reinigen, sie gehören nach einigen Monaten ersetzt. Wer diese Grenzen akzeptiert und den Gips als Verbrauchsmaterial behandelt, bekommt einen günstigen, wirksamen Duftträger für wenige Tropfen Öl.

Nach dem Befüllen bleibt das Wachs etwa einen Tag stehen, bis es vollständig ausgehärtet ist. Erst dann den Docht kürzen und die Kerze anzünden. Stelle sie nie in Zugluft und lasse sie nicht unbeaufsichtigt brennen. Alte Dosen und Tassen sind schöne Kerzengefäße, wenn sie vorher gründlich kontrolliert wurden. Ein paar Minuten Prüfung ersparen später Ärger mit Rissen, Ruß und Wachsflecken.

Die Standsicherheit ist ebenso wichtig wie das Material. Ein hohes, schmales Gefäß kippt leichter um, besonders wenn der Docht schief sitzt. Stelle das Gefäß auf eine feuerfeste Unterlage und prüfe, ob es eben steht. Kleine Unebenheiten am Boden lassen sich mit einem hitzebeständigen Filzgleiter ausgleichen. Achte darauf, dass der Docht mittig und gerade fixiert wird. Ein zu kurzer Docht erzeugt eine kleine Flamme, ein zu langer rußt. Als Faustregel gilt: Der Docht sollte etwa einen Zentimeter aus dem Wachs schauen.

Für den Guss braucht es keinen Modellgips mit hoher Härte. Besser geeignet ist ein weicher, stark saugfähiger Gips, wie er für Formen oder Abgüsse verwendet wird. Das Anmachverhältnis liegt üblicherweise bei etwa zwei Teilen Gips auf einen Teil Wasser, wobei das Wasser zuerst in das Gefäß kommt und der Gips langsam hineingestreut wird. Wer umgekehrt vorgeht und Wasser auf den Gips schüttet, bekommt Klumpen. Nach dem Einstreuen zwei bis drei Minuten quellen lassen, dann zügig und klumpenfrei verrühren. Zu langes Rühren beschleunigt das Abbinden und verkürzt die Verarbeitungszeit auf wenige Minuten.