Zum Schluss: Der Korpus braucht eine Hinterlüftung. Schuhe geben Feuchtigkeit ab. Ein geschlossener Kasten ohne Luftzirkulation riecht nach kurzer Zeit. Kleine Bohrungen in der Rückwand oder ein offener Spalt von einem Zentimeter genügen. Wer das ignoriert, kämpft mit Schimmel an der Wand hinter dem Schrank. Ein ausziehbarer Schuhschrank ist keine Kunst, aber er verzeiht keine schlampige Ausrichtung. Wer die Schienen prüft, bevor er bohrt, spart sich den Ärger später.
Bevor die alte Armatur abgeschraubt wird, den Bereich um die Wandanschlüsse abkleben. Ein Streifen Kreppband verhindert Kratzer, wenn der Schlüssel abrutscht. Die Exzenter, also die beiden Gewindestücke in der Wand, sollten nicht verdreht werden. Sie sitzen in den Wandanschlüssen und geben den Abstand der Armatur vor. Wer sie löst, riskiert, dass die Verschraubung in der Wand undicht wird und Wasser hinter die Fliesen läuft. Das ist der häufigste Fehler bei dieser Arbeit.
Sockelleisten halten nicht von selbst. Wer sie montiert, entscheidet sich für eine von drei Methoden: Kleben, Clipsen oder Schrauben. Jede hat ihre Berechtigung, aber nicht jede passt zu jedem Untergrund. Ein Blick auf die Wand und der Zustand des Bodens entscheiden mehr als der persönliche Geschmack.
Zuerst wird die Tür ausgebaut und auf einer stabilen Unterlage flach gelegt. Die alte Aufhängung wird vollständig entfernt, inklusive aller Schrauben und Dübelreste. Danach prüft man die Stelle mit einem kurzen Blick und einem Holzstück als Lineal: Ist der Bereich um die alten Schraublöcher morsch, aufgequollen oder eingerissen? Wenn das Holz dort weich ist oder splittert, darf der neue Aufhänger nicht in dieselben Löcher. Sonst hält er nur so lange, bis das Gewicht der Tür ihn herauszieht.
Zunächst muss klar sein, womit gestrichen wird. Dünnschichtige Lasuren ziehen ins Holz ein, lassen die Maserung sichtbar und schützen vor Feuchtigkeit, ohne eine Folie zu bilden. Dickschichtige Lacke oder deckende Farben legen sich als Film auf die Oberfläche und halten länger, platzen aber irgendwann ab. Für bewitterte Flächen wie Fenster oder Türen ist eine deckende Beschichtung sinnvoll, für Zäune und Fassadenverkleidungen reicht oft eine Lasur. Wer später nachstreichen will, sollte bei einem System bleiben und nicht Lasur und Lack mischen.
Wenn die alte Armatur trotz gelöster Muttern nicht abgeht, sitzt sie meist auf verkalkten Exzentern. Dann hilft ein handelsüblicher Kalklöser, aufgetragen mit einem Pinsel, einwirken lassen, danach vorsichtig drehen. Niemals mit einem Schraubendreher zwischen Fliese und Armatur hebeln. Das platzt die Glasur ab, und die Reparatur wird teuer. Wer die Exzenter doch lösen muss, weil die neuen Anschlüsse nicht passen, sollte zuerst die Wandanschlüsse mit einem Rohrschlüssel gegenhalten, damit die dahinterliegende Installation nicht verdreht wird.
Der eigentliche Fehler passiert bei der Wahl der Auszüge. Vollauszüge tragen das Gewicht, Teilauszüge kippen bei Beladung nach vorn. Entscheidend ist die Traglast pro Schubkasten, nicht pro Schrank. Ein Boden mit acht Paar Sneakern wiegt leicht 15 Kilogramm. Wer hier zu schwache Schienen nimmt, hört nach drei Monaten ein Knirschen. Die Schienen werden seitlich am Korpus verschraubt, nicht am Boden. Das ist der Punkt, an dem viele scheitern: Sie setzen die Schienen auf die Unterseite des Bodens und wundern sich, dass der Auszug klemmt.
Am Ende gilt: Keine Methode ist für alle Fälle richtig. Wer die Wand prüft, den Boden berücksichtigt und die Leiste nicht als dekoratives Element, sondern als technisches Bauteil begreift, trifft die Entscheidung leichter. Kleben, Clipsen oder Schrauben – die beste Wahl ist die, die zum Untergrund passt und sich später ohne Schaden wieder lösen lässt.
Beim Zuschnitt-Dienstleister lohnt es sich, die Maße schriftlich mitzugeben und die Toleranz ausdrücklich zu nennen. Viele Zuschnitte werden auf volle Millimeter gerundet, was bei mehreren Böden zu sichtbaren Fugen führt. Wer mehrere gleiche Böden braucht, bestellt sie in einem Auftrag, damit sie aus derselben Platte stammen und exakt gleich ausfallen. Bei der Abholung sollte man die Kanten kurz kontrollieren: ausgebrochene Stellen an der Unterseite sind unkritisch, an der Sichtkante nicht. Wer den Boden selbst einbaut, prüft vor dem festschrauben oder einlegen, ob er plan aufliegt und sich ohne Zwang einsetzen lässt.
Muss der Aufhänger versetzt werden, liegt er mindestens einige Zentimeter neben der alten Stelle, und zwar auf der stabileren Seite des Türblatts. Angezeichnet wird mit einem Winkel, nicht nach Augenmaß. Dann mit einem Holzbohrer vorbohren, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der Schraubenschaft. Bei Hartholz oder lackierten Oberflächen klebt man vorher ein Stück Kreppband auf die Bohrstelle, damit der Lack nicht ausbricht.
Die Wahl hängt vom Untergrund ab. Auf Rigips und Putz kleben, auf Beton und Mauerwerk schrauben oder kleben, auf Fliesen mit Clips arbeiten. Wer Fußbodenheizung hat, sollte nicht in den Estrich schrauben – die Gefahr, eine Leitung zu treffen, ist zu hoch. Hier ist Kleben die sicherste Option. Bei Altbauten mit unebenen Wänden sind Clips oft die einzige Möglichkeit, ohne aufwendiges Ausgleichen.