Für den Korpus eignen sich beschichtete Spanplatten oder Multiplexplatten mit einer Stärke von 18 bis 19 Millimetern. Sperrholz ist stabiler, aber schwerer – bei einer Wandmontage muss die Tragfähigkeit der Wand geprüft werden. Gipskartonwände brauchen spezielle Dübel oder eine zusätzliche Montageleiste aus Holz, die in den tragenden Untergrund geschraubt wird. Als Auszugsschienen kommen Vollauszüge mit Kugellagerführung in Frage, die auch bei Beladung mit mehreren Paar Schuhen nicht durchhängen. Billige Rollenführungen sind hier fehl am Platz: Sie verkanten, sobald das Gewicht ungleich verteilt ist. Wer den Schrank auf den Boden stellt, spart sich die Wandmontage, verliert aber Stauraum für den Bereich darunter.
Die richtige Aufteilung der Schubladen Die innere Aufteilung entscheidet darüber, ob der Schrank im Alltag wirklich funktioniert. Bewährt haben sich flache Schubladen für Sneaker und Halbschuhe sowie tiefere für Stiefel oder Stiefeletten. Eine Höhe von 15 Zentimetern pro Schublade reicht für die meisten Herrenschuhe, für Damenstiefel sollten es 25 bis 30 Zentimeter sein. Trennwände oder verstellbare Einlegeböden halten die Paare in Position und verhindern, dass alles beim Ausziehen durcheinanderrutscht. Wer die Schubladenböden mit einer Antirutschmatte auslegt, schont empfindliche Sohlen und reduziert Geräusche. Ein typischer Fehler ist, die Schubladen zu tief zu bauen: Dann stapeln sich die Schuhe, man sieht nichts mehr und der Auszug wird unnötig schwer.
Altes Holz zuerst reinigen. Schmutz, Moos und Algen lassen sich mit einer Bürste und Wasser entfernen, hartnäckige Rückstände mit einem Holzreiniger. Danach muss die Fläche vollständig trocknen, je nach Wetter zwei bis drei Tage. Feuchtes Holz nimmt keine Farbe auf, und eingeschlossene Feuchtigkeit führt später zu Blasen und Abplatzungen. Harzige Stellen bei Nadelholz mit einem Spachtel abkratzen und mit Verdünnung abwischen, sonst bleibt die Farbe dort nicht haften.
Warum die oberen Türkanten und die Scharnierseite tabu sind Bevor gebohrt wird: Tür aushängen und flach auf zwei Böcke legen. So lässt sich das Holz kontrollieren, ohne dass die Tür unter Spannung steht. Die kritischen Zonen sind die Randbereiche – etwa fünf Zentimeter von jeder Kante entfernt sollte keine Schraube sitzen. Dort ist das Holz am schwächsten, und ein Riss wandert schnell in die sichtbare Fläche. Besonders gefährlich ist die Scharnierseite: Wird dort Material geschwächt, hängt die Tür später schief. Der Aufhänger gehört deshalb in die breite Mitte der Tür, knapp unterhalb der oberen Querstrebe, falls vorhanden. Bei Kassettentüren bietet die Füllung zwischen den Rahmenhölzern den besten Halt.
Nach der Montage bleibt die Kontrolle. Belastet man den Schrank, darf sich die Tür nicht verziehen. Ein Blick auf die Scharniere zeigt, ob sie die zusätzliche Last tragen. Alte Bänder sind oft ausgeleiert; dann hilft es, sie nachzujustieren oder durch stabilere zu ersetzen, bevor der Schrank dauerhaft hängt. Wer diese Punkte beachtet, hat einen Aufhänger, der auch nach Jahren noch hält – ohne Risse im Holz und ohne dass die Tür beim Öffnen klemmt.
Ein Schrankaufhänger an einer alten Holztür ist eine praktische Lösung, wenn im Bad oder Flur kein Platz für einen Schrank ist. Die Tür selbst bringt jedoch ein Problem mit: Altes Holz ist oft dünn, trocken und hat wenig Fleisch für Schrauben. Wer einfach einen handelsüblichen Aufhänger mit vier Spaxschrauben anschraubt, riskiert, dass die Tür aufreißt oder der Schrank beim ersten Beladen herunterkommt. Entscheidend ist nicht der Aufhänger, sondern die Vorbereitung der Tür und die Wahl der Befestigungspunkte.
Beim Einbau die Dichtungen nicht vergessen. Die Überwurfmuttern der neuen Armatur enthalten meist Gummiringe, die auf die Exzenter gedrückt werden. Diese Dichtungen dürfen nicht verrutschen. Leichtes Anziehen von Hand reicht oft, danach mit dem Schlüssel eine Vierteldrehung nachziehen. Zu festes Anziehen quetscht die Dichtung und führt zu Tropfen. Nach dem Öffnen der Absperrventile den Bereich um die Anschlüsse genau beobachten. Ein trockenes Tuch unter die Verbindung legen und nach einigen Minuten prüfen, ob es feucht ist.
Beim Zusammenbau geht man am besten in dieser Reihenfolge vor: zuerst den Korpus verschrauben und auf Rechtwinkligkeit prüfen, dann die Auszugsschienen exakt parallel montieren. Schon eine Abweichung von zwei Millimetern führt dazu, dass die Schublade klemmt oder schief läuft. Die Schienen werden zuerst am Korpus befestigt, danach an der Schublade – dabei die mitgelieferte Montagelehre oder ein einfaches Holzklötzchen als Abstandshalter nutzen. Anschließend die Schubladen einsetzen und mehrfach testen, bevor der Schrank endgültig an der Wand fixiert wird. Wer zuerst den Korpus an die Wand dübelt und dann die Schienen einbaut, arbeitet deutlich ungenauer. Nach dem Einbau alle Schrauben noch einmal nachziehen, denn durch das Ausziehen entstehen Vibrationen, die lockere Verbindungen schnell lösen.