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5 Fehler beim Montieren von Fußleisten, die Sie vermeiden sollten

Bevor Farbe auf die Wand kommt, entscheidet die Grundierung darüber, ob der Anstrich gleichmäßig deckt oder fleckig wird. Der Untergrund saugt unterschiedlich stark, besonders bei Gipskarton, verputzten Flächen oder alten, bereits gestrichenen Wänden. Eine Grundierung schließt die Poren, bindet Staub und gleicht die Saugfähigkeit aus. Ohne diesen Schritt zieht die Farbe unregelmäßig ein, und nach dem Trocknen zeigen sich matte oder glänzende Stellen, die sich kaum korrigieren lassen.

Bevor du beginnst, brauchst du den passenden Entlüftungsschlüssel. Für die meisten Ventile reicht ein Vierkant aus Metall, wie er in Baumärkten erhältlich ist. Ein Schlitzschraubendreher funktioniert nur bei manchen Modellen und rutscht leicht ab. Zusätzlich bereitstellst du einen kleinen Behälter, ein saugfähiges Tuch und etwas Geduld. Drehe die Heizung zunächst ab und warte zwanzig bis dreißig Minuten, damit das Wasser im Kreislauf zur Ruhe kommt und nicht heiß nachläuft.

Nach dem Anbringen fehlen nur noch die Details. Verschließen Sie Gehrungen und Stoßfugen mit Acryl, das Sie mit einem Fugenglätter oder einem feuchten Finger abziehen. Überschüssiges Material sofort entfernen, denn getrocknetes Acryl lässt sich nur mühsam abnehmen. Abschließend prüfen Sie jede Leiste auf festen Sitz und korrigieren Sie einzelne Stellen sofort. Wer diese Punkte beachtet, bekommt gerade Kanten, dichte Ecken und Fußleisten, die auch nach Jahren noch sauber sitzen.

Kaufen Sie am Ende nicht exakt die berechnete Menge, sondern planen Sie einen Rest für Ausbesserungen ein. Kleine Mengen bleiben fast immer übrig, und diese Reserve ist wertvoll, wenn nach dem Trocknen Stellen nachgebessert werden müssen. Bewahren Sie den Rest zusammen mit der Chargennummer auf. Notieren Sie sich vor dem Kauf die Gesamtfläche, die Anzahl der Anstriche und den Untergrund. Mit diesen drei Angaben lässt sich im Fachhandel die passende Menge bestimmen, ohne dass Farbe übrig bleibt oder mittendrin fehlt.

Zum Anlösen reicht warmes Wasser mit einem Schuss Spülmittel oder Weichspüler. Kaltes Wasser braucht deutlich länger, heißes Wasser kann bei empfindlichen Putzen oder Gipskarton Schäden verursachen. Die Flüssigkeit wird mit einer Sprühflasche oder einem Schwamm satt aufgetragen und muss mindestens zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. In dieser Zeit löst sich der Kleister und die Tapete lässt sich in breiten Bahnen von unten nach oben abziehen. Wer nach zwei Minuten ungeduldig nachreißt, zerstört die Bahnen und muss die Reste mühsam abschaben.

Fußleisten sauber zu montieren beginnt mit dem Zuschnitt. Messen Sie jede Wand einzeln, denn selten sind zwei Wände exakt gleich lang. Übertragen Sie das Maß auf die Leiste und ziehen Sie an beiden Enden einen rechten Winkel an, bevor Sie sägen. Eine Gehrungslade oder eine Kappsäge mit verstellbarem Winkel liefert deutlich genauere Ergebnisse als ein freihändiger Schnitt. Für Außenecken sägen Sie beide Leisten auf 45 Grad, sodass die Schnittflächen bündig aufeinandertreffen. Bei Innenecken überlappen die Gehrungen und lassen sich später sauber verschließen.

Für die Befestigung mit Schrauben gilt: Vorbohren verhindert, dass das Material splittert. Setzen Sie Dübel in ausreichendem Abstand, etwa alle 40 bis 50 Zentimeter, und zusätzlich nahe den Enden. Senken Sie die Schraubenköpfe leicht ein und verschließen Sie die Löcher mit passender Spachtelmasse oder einem Holzkitt. Wer die Leisten zu stramm anschraubt, riskiert Verformungen. Ein kleiner Spalt zur Wand hin ist kein Fehler, sondern verhindert, dass sich die Leiste durch Wärmeausdehnung verzieht.

Ein häufiger Fehler ist der Umgang mit unebenen Wänden. Prüfen Sie vor dem Zuschnitt mit einem langen Lineal oder einer Wasserwaage, ob die Wand gerade ist. Größere Unebenheiten gleichen Sie mit einer dünnen Unterlage oder mit flexiblen Leisten aus. Starre Leisten auf krummen Wänden führen zu sichtbaren Spalten und lassen sich kaum sauber ausrichten. Ebenso unterschätzt wird der Bodenübergang: Die Leiste sollte nicht auf dem Boden aufliegen, sondern wenige Millimeter darüber sitzen, damit Feuchtigkeit beim Wischen nicht ins Material zieht.

Kleben statt Bohren: wann sich welcher Weg lohnt Auf glatten, tragfähigen Untergründen wie Fliesen, Beton oder festem Putz ist Kleben oft die schnellere Lösung. Tragen Sie einen Montagekleber in punktuellen Bahnen auf die Rückseite auf, nicht als durchgehenden Wulst. So bleibt die Leiste flexibel und kann sich bei Temperaturschwankungen bewegen, ohne Risse zu bilden. Drücken Sie die Leiste fest an und stützen Sie sie mit Keilen oder Klebeband, bis der Kleber abbindet. Auf Tapeten oder losem Putz hält Kleber dagegen schlecht. Dort müssen Sie dübeln und schrauben, sonst löst sich die Leiste nach wenigen Wochen wieder.

Nach dem Verschrauben werden die Fugen mit einem passenden Fugenband und Spachtelmasse behandelt. Zuerst wird die Fuge gefüllt, dann das Band eingelegt und überzogen, anschließend folgen zwei weitere dünne Schichten. Die Schraubenköpfe werden ebenfalls verspachtelt. Trockenbauwände verzeihen keine Feuchtigkeit beim Spachteln: Zu viel Wasser führt zu Rissen, zu wenig zu Haftungsproblemen. Nach dem Trocknen wird die Wand geschliffen und grundiert, erst dann kann gestrichen oder tapeziert werden. Wer die Spachtelarbeiten auf einen Tag legen will, produziert Risse, die später sichtbar bleiben.

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