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5 Regeln für Plissee ohne Bohren, die wirklich passen

Vor dem Kauf wird das Profil der alten Dichtung genau gemessen. Falzdichtungen gibt es in verschiedenen Querschnitten: als Hohlkammerprofil, als Bürstendichtung oder als Lippenprofil. Entscheidend sind die Nutbreite und die Nut­tiefe. Ein zu dickes Profil klemmt den Flügel, ein zu dünnes dichtet nicht ab. Wer sich unsicher ist, schneidet ein kurzes Stück der alten Dichtung ab und nimmt es zum Vergleich mit. Keinesfalls sollte eine Dichtung gewaltsam in eine zu schmale Nut gepresst werden, denn der Fensterflügel schließt dann nicht mehr richtig.

Die Hakenreihe in 1,70 bis 1,80 Meter Höhe ansetzen, damit auch längere Jacken nicht auf der Bank aufliegen. Für Kinder einen zweiten, tieferen Haken in 1,10 Meter Höhe ergänzen. Die Bank darunter auf 45 Zentimeter Sitzhöhe bringen. Wer Schuhe verstauen will, wählt eine Bank mit offenem Fach oder einer Klappe. Offene Fächer sind im Alltag praktischer, weil sie ohne Aufstehen befüllt werden können. Geschlossene Klappen verstecken Unordnung, zwingen aber zum Bücken.

Plissee ohne Bohren wird meist mit Klemmträgern in den Fensterfalz oder mit Klebepads am Rahmen befestigt. Beides funktioniert, aber nur, wenn die Maße stimmen. Ein zu breites Plissee lässt sich nicht spannen, ein zu schmales hinterlässt sichtbare Lücken an den Seiten. Wer falsch misst, verliert nicht nur Geld, sondern riskiert auch, dass der Stoff durchhängt und die Sicht nach draußen dauerhaft verdeckt.

Zuerst wird die alte Dichtung vollständig entfernt. Dafür eignet sich ein schmaler Schaber oder ein stumpfer Schraubendreher. Die Nut im Fensterrahmen, in der die Dichtung sitzt, muss danach gründlich gereinigt werden. Staub, alte Klebereste und Splitter verhindern, dass die neue Dichtung sauber aufliegt. Ein feuchter Lappen und ein Staubsauger mit Fugendüse leisten hier gute Arbeit. Die Nut anschließend trocknen lassen, sonst haftet die neue Dichtung nicht zuverlässig.

Der Einbau entscheidet über die Dichtheit Die neue Dichtung wird in die gereinigte Nut gedrückt, nicht gezogen. Begonnen wird an einer Ecke, dann Stück für Stück weiter. Das Profil darf nicht gedehnt werden, sonst zieht es sich später zusammen und lässt an den Ecken Lücken. Bei Dichtungen mit Klebeband wird die Schutzfolie erst kurz vor dem Andrücken abgezogen. Nach dem Einbau wird der Flügel mehrmals geschlossen und geöffnet. Ein leichter Widerstand ist normal, ein starkes Klemmen nicht. In diesem Fall sitzt die Dichtung zu stramm oder ist falsch verlegt.

Gemessen wird immer an der Stelle, an der das Plissee später sitzen soll. Für die Klemmmontage im Falz messen Sie die lichte Breite zwischen den Glasleisten. Nehmen Sie drei Werte: oben, in der Mitte und unten. Der kleinste Wert zählt, denn der Falz ist selten exakt rechtwinklig. Bei der Klebemontage auf dem Rahmen messen Sie die Rahmenbreite und ziehen pro Seite zwei bis drei Millimeter ab, damit der Kleber voll aufliegt. Die Höhe messen Sie von der Oberkante des Falzes bis zur Unterkante — ohne Zugabe, sonst schleift der Stoff auf der Fensterbank.

Ein häufiger Fehler ist die Montage der Bank direkt auf dem Boden ohne Hinterlüftung. In kalten Außenwänden bildet sich darunter Kondenswasser, das Holz oder Polster auf Dauer schädigt. Wer keine Lüftungsöffnung einplanen kann, sollte Abstandshalter verwenden und die Bank nicht vollflächig aufliegen lassen. Ebenso problematisch ist eine zu tiefe Bank: Mehr als 45 Zentimeter Sitzfläche verleiten dazu, Schuhe und Taschen darunter zu schieben, was die Schiebetür blockiert.

Nach dem Einbau lohnt sich eine einfache Prüfung. Ein Blatt Papier wird zwischen Flügel und Rahmen geklemmt und herausgezogen. Lässt es sich leicht bewegen, dichtet die Stelle nicht. Fester Widerstand zeigt, dass die Dichtung greift. Diese Prüfung wird an mehreren Stellen entlang des Rahmens wiederholt. Zusätzlich kontrolliert man, ob der Flügel noch gleichmäßig anliegt. Bei Bedarf wird die Verriegelung nachjustiert. Eine richtig sitzende Dichtung hält mehrere Jahre und senkt den Energieverlust spürbar.

Gluckergeräusche und oben kalte, unten warme Heizkörper sind ein sicheres Zeichen für Luft im System. Zum Entlüften zunächst die Umwälzpumpe ausschalten, damit kein Wasser nachgedrückt wird. Dann am höchsten Punkt des Heizkörpers das Entlüftungsventil mit einem passenden Vierkantschlüssel eine halbe Umdrehung öffnen. Es zischt, bis Wasser austritt. In dem Moment sofort schließen, sonst läuft Wasser aus und der Druck fällt. Ein untergestelltes Gefäß und ein Lappen verhindern Flecken auf dem Boden. Nach dem Entlüften aller Heizkörper den Anlagendruck erneut prüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Wer das Entlüften bei laufender Pumpe macht, zieht neue Luft in den Kreislauf — ein klassischer Fehler, der die ganze Arbeit zunichtemacht.

Alte Falzdichtungen am Fenster verlieren mit den Jahren ihre Elastizität. Sie werden hart, spröde und schrumpfen. Der Spalt zwischen Fensterflügel und Rahmen lässt dann Zugluft durch, Regenwasser dringt ein und die Heizkosten steigen. Wer den Austausch aufschiebt, riskiert Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk und an der Inneneinrichtung. Der Tausch ist keine schwierige Arbeit, verlangt aber Sorgfalt bei der Auswahl des Dichtungsprofils und beim Einbau.

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