Die Nut sauber machen, bevor die neue Dichtung sit
Ein typischer Fehler ist die zu geringe Anzahl an Abhängern. Die Faustregel von einem Abhänger pro Quadratmeter gilt nur bei leichten Decken und gleichmäßiger Last. Kommen Leuchten, Lautsprecher oder Revisionsklappen dazu, müssen zusätzliche Abhänger gesetzt werden. Ebenso falsch ist es, die Abhänger nur an den Stoßstellen der Profile zu setzen und die Profilenden frei schweben zu lassen. Jedes Profil braucht an beiden Enden und dazwischen eine Abstützung. Wer diese Punkte beachtet, hat eine abgehängte Decke, die auch nach Jahren noch sicher und eben bleibt.
Die zweite Ebene ist die Luftführung. Ein Heizkörper in der Nische gibt einen Teil seiner Wärme als Strahlung ab, der Rest geht über Konvektion. Wird die Nische nachträglich mit einer Dämmplatte nach außen hin verschlossen, muss die Luft unten einströmen und oben ausströmen können. Der Abstand zwischen Heizkörper und Dämmplatte sollte mindestens drei Zentimeter betragen. Eine reflektierende Folie hinter dem Heizkörper bringt nur dann etwas, wenn sie sauber anliegt und nicht als Dampfbremse wirkt. Alufolie mit offenen Stößen ist wirkungslos und kann sogar die Konvektion stören.
Die Tür richtig einstellen statt nur abdicht
Wer die Kopplung sauber umsetzt, gewinnt doppelt: Der Ventilator läuft nur bei Bedarf, und die Feuchtigkeit verschwindet zuverlässig. Die Nachlaufzeit sollte man nicht zu knapp einstellen. Zwei Minuten reichen bei einem kleinen Innenbad mit Fenster, in einem fensterlosen Bad sind eher zehn bis fünfzehn Minuten angebracht. Nach dem Einbau lohnt ein Test mit einem Feuchtigkeitsmessgerät: erst nach dem Duschen messen, dann nach Ablauf der Nachlaufzeit erneut. Bleibt die Luftfeuchtigkeit hoch, ist die Zeit zu kurz oder der Ventilator zu schwach dimensioniert.
Nach der Dämmung wird die Oberflächentemperatur erneut gemessen. Idealerweise liegt sie jetzt nur noch ein bis zwei Grad unter der Raumtemperatur. Bleibt der Unterschied größer, sitzt die Wärmebrücke nicht in der Nischenrückwand, sondern in den angrenzenden Deckenauflagern oder in den seitlichen Wandanschlüssen. In diesem Fall hilft nur eine gezielte Dämmung der Deckenfuge von innen oder eine nachträgliche Außendämmung der Fassade. Die Heiznische ist selten die einzige Schwachstelle im Altbau, aber sie ist die, die sich mit überschaubarem Aufwand wirksam entschärfen lässt.
Vor dem ersten Loch steht die Prüfung der Rohdecke. Bei Stahlbeton sind das meist 16 bis 20 cm starke Platten, in die man mit zugelassenen Schwerlastankern oder Metallspreizdübeln geht. Bei Holzbalkendecken müssen die Abhänger in die Balken, nicht in die Schalung oder den Einschub. Der Randabstand zählt: mindestens 10 cm von der Deckenkante, bei Randdübeln eher mehr. Und: Abhänger nie in Fugen, Risse oder bereits vorhandene Aussparungen setzen. Ein einfacher Leitungsfinder oder ein Blick in die Baupläne verhindert, dass man in Rohre oder Elektroleitungen bohrt.
Eine Heiznische in einem Altbau ist eine Sollbruchstelle der Gebäudehülle. Die Wand ist dort dünner, oft nur eine halbe Steinbreite, und die Außenfläche liegt zwischen den Deckenbalken. Genau hier zieht die Kälte nach innen, während die Wärme nach außen abwandert. Die Folge sind kalte Innenflächen, Tauwasser im Winter und ein Heizkörper, der scheinbar endlos heizt, ohne den Raum warm zu bekommen. Wer das Problem lösen will, muss die Wärmebrücke schließen, nicht nur die Optik der Nische verändern.
Arbeitsfläche entsteht am einfachsten durch ein passgenaues Schneidebrett, das über die Spüle oder den Herd gelegt wird. Es muss an der Unterseite Gummifüße haben, sonst rutscht es beim Schneiden. Ein ausklappbarer Beistelltisch mit Rollen lässt sich an der Stirnseite der Küchenzeile parken und bei Bedarf unter das Fenster ziehen. Prüfen Sie vorher, ob der Boden eben genug ist – auf Fliesen mit hohen Fugen steht so ein Tisch wackelig.
Ein häufiger Fehler ist das Ausstopfen der Nische mit Dämmwolle und das anschließende Verkleiden mit einer dichten Platte. Damit wird die Konvektion hinter dem Heizkörper unterbunden, die Wärme staut sich und die Wand wird von innen feucht. Ebenfalls problematisch ist eine Dampfsperre auf der Innenseite, wenn die Außenwand keine wirksame Sperre hat. Das Wasser kann dann nicht entweichen und sucht sich seinen Weg in die Nische. Wer unsicher ist, ob die Außenwand bereits eine Sperrschicht besitzt, sollte vor dem Einbau eine Feuchtemessung im Mauerwerk durchführen lassen.
Eine abgehängte Decke trägt sich nicht selbst. Jede Last – Gipskarton, Dämmung, Leuchten, Schienen – muss über die Unterkonstruktion in die Rohdecke eingeleitet werden. Wer das ignoriert und Abhänger nur in den Putz oder in eine dünne Spachtelschicht setzt, produziert eine Decke, die nach Monaten durchhängt oder im schlimmsten Fall herunterkommt. Entscheidend ist deshalb die richtige Wahl und Setztiefe der Befestigungsmittel direkt im tragfähigen Beton oder in der Massivdecke.