Struktur entsteht nicht durch Farbe allein, sondern durch den Auftrag. Wer eine Wand mit sichtbarer Oberfläche gestalten will, muss zuerst entscheiden, welcher Effekt das Licht brechen soll. Feine Rillen wirken ruhig und lassen Räume größer erscheinen, grobe Spachtelstrukturen fangen Schatten und machen Wände zur Fläche mit Körper. Diese Entscheidung fällt vor dem ersten Eimer Farbe, nicht danach.
Praktische Sofortmaßnahmen: Entlüften Sie die Heizkörper regelmäßig, stellen Sie die Nachtspeichergeräte nicht mit Möbeln zu, und nutzen Sie die Aufladung nur, wenn es wirklich kalt ist. Prüfen Sie, ob ein Zweitarifzähler vorhanden ist und ob der günstige Nachtstrom tatsächlich genutzt wird. Oft lässt sich durch einfaches Absenken der Aufladetemperatur einiges sparen. Wer langfristig planen will, sollte mit dem Vermieter über eine Modernisierung sprechen – am besten gemeinsam mit anderen Mietern im Haus.
Stauraum lässt sich mit offenen Regalen und geschlossenen Boxen kombinieren. Offene Fächer für aktuelle Sachen, Boxen für Wechselkleidung oder Spielzeug. Kleiderstangen statt Kommoden sparen Platz, wenn die Tür weit genug öffnet. Ein typischer Fehler ist zu viel Stauraum in Kindhöhe: Jugendliche brauchen andere Fächer als Kleinkinder. Deshalb Regale mit verstellbaren Böden wählen.
Beim Arbeiten an den Fugen immer Handschuhe tragen, Silikonreste lassen sich sonst nur schwer von der Haut lösen. Nach dem Erneuern der Fugen mindestens vierundzwanzig Stunden nicht duschen, damit die Masse aushärten kann. Wer diese Zeit nicht einhält, bekommt Risse, die sofort wieder Wasser ziehen. Kalkablagerungen an der Duschabtrennung mit einem weichen Schwamm und etwas Zitronensäure entfernen, nie mit Stahlwolle, die das Material zerkratzt.
Mietrecht: Was Vermieter dürfen und was nicht Vermieter müssen die Heizung so instand halten, dass sie bestimmungsgemäß funktioniert. Eine Nachtspeicherheizung, die defekt ist, muss repariert werden. Ein Austausch gegen eine moderne Heizung ist keine Pflicht, solange die alte noch funktioniert. Allerdings: Wenn die Heizung unzumutbar teuer ist, kann der Mieter eine Modernisierung verlangen – rechtlich durchsetzbar ist das aber selten. Anders sieht es aus, wenn der Vermieter ohnehin saniert. Dann kann er die Kosten für eine neue Heizung teilweise auf die Mieter umlegen, muss aber die gesetzlichen Fristen und Kappungsgrenzen beachten.
Stauraum dort, wo niemand hinsie
Alte Silikonfugen sind meist der Grund, warum ein Bad müde wirkt. Schimmel und abblätternde Ränder lassen sich nicht überstreichen. Zuerst wird das alte Silikon mit einem Fugenmesser komplett entfernt, auch die Reste in den Ecken. Danach die Fuge mit Alkohol reinigen und trocknen lassen. Ein häufiger Fehler: auf feuchten Untergrund neu versiegeln. Das hält nicht. Ebenso falsch ist es, normales Sanitärsilikon über schimmeliges Silikon zu spritzen. Die Fuge muss frei sein, sonst haftet nichts. Beim Ziehen der neuen Fuge mit dem Fugenglätter in einem Zug arbeiten, nicht mehrfach nachbessern. Essigvernetzendes Silikon riecht stark, neutral vernetzendes ist im Bad angenehmer und schimmelresistenter.
Ein Badezimmer lässt sich aufwerten, ohne dass ein einziger Dübel in die Wand muss. Der Trick liegt darin, an den drei Stellen anzusetzen, die den Raum optisch und praktisch am stärksten verändern: die Silikonfugen, die Duschabtrennung und der Stauraum. Wer hier sauber arbeitet, bekommt einen frischen Raum, ohne Fliesen zu beschädigen oder die Kaution zu gefährden.
Wer Silikonfugen sauber erneuert, eine Klemm- oder Spannlösung für die Abtrennung wählt und Stauraum nur mit Saug- oder Einhängesystemen schafft, bekommt ein Bad, das sich deutlich besser anfühlt, ohne dass eine einzige Wand angebohrt wird. Der Aufwand liegt bei wenigen Stunden, die Wirkung hält Jahre.
Duschabtrennung und Stauraum ohne Bohrlöcher Für eine Duschabtrennung ohne Bohren gibt es zwei Wege. Eine festsitzende Kabine mit Klemmstangen funktioniert nur, wenn die Wände exakt parallel sind und die Gummis sauber aufliegen. Sonst rutscht sie. Alternativ eine Duschstange mit Spannmechanismus, die zwischen zwei Wänden geklemmt wird, kombiniert mit einem leichten Vorhang. Wichtig: Die Stange nie auf Fliesen mit strukturierter Oberfläche setzen, dort hält der Gummi schlecht. Vor dem Spannen die Auflageflächen reinigen, damit kein Sand den Halt zerstört. Nach einigen Tagen die Spannung leicht nachjustieren, weil sich das Material setzt.
Zuerst den Ist-Zustand messen. Notiere die Länge der Oberschränke, den Abstand zwischen Unterschrank und Oberschrank sowie die Lage der Steckdosen. Prüfe, ob die vorhandene Deckenleuchte dimmbar ist oder ob ein separater Stromkreis für die Arbeitsfläche existiert. Ein häufiger Fehler ist der Kauf von Leuchten mit zu hoher Leistung: 4000 Kelvin wirken in kleinen Räumen oft kalt und grau, während 2700 bis 3000 Kelvin warm und freundlich wirken. Für Arbeitsflächen sind 3000 Kelvin mit einem Farbwiedergabeindex über 90 ideal, weil Lebensmittel dann natürlich aussehen.