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Wenn die Fugen im Bad grau werden: so fordert man den Vermieter auf

Der Dübel wird nicht einfach eingeschlagen, sondern satt mit wasserfestem Leim eingeklebt. Zu viel Leim wird sofort abgewischt, damit die Oberfläche später eben bleibt. Nach dem Aushärten, je nach Leim mindestens mehrere Stunden, wird der Dübel bündig abgesägt und die Fläche leicht verschliffen. Erst jetzt können die Schrauben wieder greifen. Ein häufiger Fehler ist, den Leim nicht vollständig aushärten zu lassen und sofort zu verschrauben. Dann wird der Dübel beim Eindrehen mitgerissen, und der Halt ist erneut verloren.

Bei stark zerstörten Bereichen, etwa an einer ausgebrochenen Topfbandaufnahme, reicht ein einzelner Dübel nicht aus. Hier wird ein passendes Stück Hartholz eingesetzt, das die gesamte beschädigte Zone überbrückt. Dieses Holzstück muss formschlüssig sitzen, ebenfalls verleimt werden und nach dem Trocknen die neuen Schraubenpunkte aufnehmen. Wer das auslässt und nur die Oberfläche kaschiert, wird nach wenigen Wochen wieder vor derselben ausgerissenen Stelle stehen. Bei einer durchgehenden Türblattkante lohnt sich außerdem der Blick auf die Gegenseite, ob dort ebenfalls Material fehlt.

Wer die Fugen im Bad reklamiert, sollte also Ursache, Dokumentation und schriftlichen Kontakt sauber trennen. Je klarer die Mängelbeschreibung und je besser die Fotos, desto geringer das Risiko, dass die Angelegenheit im Streit endet. Bei Schimmel oder Feuchtigkeit nie abwarten, sondern sofort handeln, denn aus einem optischen Problem kann schnell ein gesundheitliches werden.

Wandfliesen in der Küche lassen sich überstreichen, wenn sie fest sitzen, sauber sind und keine Feuchtigkeit dahinter steht. Das spart Stemmarbeiten, Staub und das komplette Neuverfliesen. Voraussetzung ist, dass die Fugen intakt sind. Bröselige oder verschimmelte Fugen müssen zuerst ausgekratzt und neu verfugt werden. Lose Fliesen entfernt man und ersetzt sie durch passende Stücke oder spachtelt die Lücke mit Fliesenkleber aus. Erst wenn der Untergrund tragfähig ist, beginnt die Beschichtung.

Zuerst wird die Tür aus den Angeln gehoben und flach abgelegt. Die ausgerissenen Stellen müssen vollständig von losem Material befreit werden. Ein schmaler Stechbeitel oder ein scharfes Messer entfernt alles, was bröselt und keinen Widerstand mehr bietet. Wichtig ist, dass die Öffnung sauber begrenzt wird, nicht trichterförmig ausfranst. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Reparatur mit Holzdübeln, mit einer Einleimung oder mit einem größeren Austauschholz auskommt.

Stauraum entsteht, wenn die Paneele mit Haken, Schienen oder Taschen kombiniert werden. Dafür müssen die Befestigungspunkte vor der Montage geplant werden, denn späteres Bohren in den Filz hinterlässt unschöne Löcher. Schwere Lasten gehören in die Trägerplatte oder in eine dahinterliegende Wand, nicht in den Filz. Bewährt hat sich ein System aus einer durchgehenden Schiene, an der Haken und Ablagen variabel eingehängt werden. So bleibt der Flur flexibel, ohne dass die Akustik oder die Schmutzaufnahme leiden.

Der Vermieter wird häufig einen Handwerker schicken, um die Ursache festzustellen. Bei diesem Termin sollte man anwesend sein und die gleichen Fotos wie zuvor machen. Wichtig: Unterschreibt kein Protokoll, in dem steht, der Schaden sei durch den Mieter verursacht, wenn das nicht eindeutig belegt ist. Auch eine mündliche Aussage wie „das ist normal” muss man nicht akzeptieren. Verlangt eine schriftliche Einschätzung, wenn der Handwerker keine Reparatur empfiehlt. Andernfalls kann der Vermieter später behaupten, es sei nie ein Mangel gemeldet worden.

Der erste Schritt ist immer Trocknen. Legen Sie ein sauberes, trockenes Baumwolltuch auf die Stelle und lassen Sie es einige Stunden liegen, ohne zu reiben. Bei frischen Flecken reicht das oft schon. Reiben Sie nicht mit einem Fön nach, denn zu viel Wärme kann den Lack dauerhaft trüben oder zum Aufquellen bringen. Auch direkte Sonneneinstrahlung ist keine gute Idee, weil sie die Feuchtigkeit nach innen treibt statt sie entweichen zu lassen.

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von Scheuermilch, Stahlwolle oder Radiergummis. Diese tragen den Lack ab und hinterlassen matte Stellen, die viel auffälliger sind als der ursprüngliche Wasserfleck. Auch Backpulver oder Zahnpasta sind keine guten Empfehlungen, weil sie abrasive Partikel enthalten. Wer den Fleck damit bearbeitet, macht aus einem kleinen Problem einen dauerhaften Kratzer im Finish.

Verblasste Fugen im Badezimmer sind kein Schönheitsfehler, den man einfach hinnehmen muss. Entscheidend ist die Ursache: Handelt es sich um normale Abnutzung durch Reinigungsmittel, Kalk und Zeit, ist das ein Fall für den Vermieter. Entstehen die Verfärbungen dagegen durch Schimmel, der aus einer undichten Silikonfuge oder einem Feuchtigkeitsproblem im Mauerwerk stammt, liegt ein Mangel der Mietsache vor, den der Vermieter beseitigen muss. Bevor man also reklamiert, sollte man die Fugen genau ansehen und den Zustand dokumentieren.

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