Ein häufiger Fehler ist das Ignorieren der Griffstellung. Im Altbau sind die Getriebe oft so konstruiert, dass der Griff nur in einer bestimmten Position montiert werden kann. Wird der Griff falsch aufgesteckt, steht er nach dem Verschrauben entweder nach oben oder nach unten und kollidiert mit der Fensterbank. Vor dem Festschrauben sollte der Griff daher testweise aufgesteckt und die Bewegung des Getriebes geprüft werden. Erst wenn der Griff leichtgängig dreht und das Fenster in allen Stellungen schließt, werden die Schrauben endgültig angezogen.
Für den Vergleich in der Praxis hilft ein einfacher Test. Zuerst die Saugfähigkeit des Untergrunds prüfen. Danach den Lichteinfall beobachten: Fensterlose Wände wirken mit matten, hellen Tönen größer. Anschließend die Nutzung bewerten: Feuchträume brauchen wasserfeste Latexfarbe, Wohnräume profitieren von Mineralfarbe oder matter Dispersionsfarbe. Ein häufiger Fehler ist, nur nach dem Farbton zu entscheiden. Die Bindemittelart bestimmt, wie der Raum das Licht zurückwirft und wie die Wand altert.
Ein weiteres Problem sind die Schraubenlöcher. Im Altbau stimmen die Abstände oft nicht mit modernen Standardgriffen überein. Wer keine passenden Löcher findet, sollte nicht einfach neue Löcher in den Fensterflügel bohren, ohne die Statik und die Dichtheit zu bedenken. Besser ist ein Griff mit verstellbaren Langlöchern oder ein Adapter, der auf den vorhandenen Lochabstand passt. Alternativ können die alten Löcher mit Holzspachtel verschlossen und neu gebohrt werden, allerdings nur, wenn genügend Fleisch im Flügelprofil vorhanden ist.
Zunächst wird der Griff an der Fensterseite abgeschraubt, an der sich der bewegliche Teil befindet. Bei vielen Altbaufenstern sitzt unter einer Abdeckkappe eine Madenschraube oder der Griff ist mit zwei sichtbaren Schrauben befestigt. Diese Schrauben werden gelöst, der Griff vorsichtig abgezogen. Sitzt er fest, hilft ein leichter Schlag mit dem Handballen gegen den Griffhals, nicht gegen den Fensterflügel. Rost und Farbreste an der Auflagefläche werden mit feinem Schleifpapier entfernt, damit der neue Griff plan aufliegt und nicht wackelt.
Ein häufiger Fehler ist das Überdrehen des Ankers. Wird er zu tief in die Fuge gedreht, sprengt er den Fugenmörtel seitlich auf. Drehen Sie den Anker nur so weit, bis er fest sitzt, und stoppen Sie sofort. Ein weiterer Fehler: die Fuge vorher nicht zu reinigen. Staub, Fett oder Seifenreste verhindern, dass Kleber oder Anker haften. Bei Klebeösen ist zudem die Aushärtezeit entscheidend. Wer die Öse zu früh belastet, riskiert, dass sie sich löst.
Latexfarbe bildet einen elastischen, wasserfesten Film. Sie ist abwaschbar und eignet sich für Flure, Küchen und Kinderzimmer. In kleinen Räumen wirkt sie jedoch oft wie eine Plastikfolie: Der Raum bekommt keine Feuchtigkeitsregulierung, und bei unzureichender Belüftung entsteht Kondenswasser an kühlen Außenwänden. Wer Latexfarbe in einem kleinen Schlafzimmer verwendet, sollte auf einen seidenmatten Glanzgrad achten und die Wand nicht vollflächig streichen. Besser ist eine Kombination: Latexfarbe nur im unteren Wandbereich oder als Akzent, Mineralfarbe oder matte Dispersionsfarbe an den übrigen Flächen.
Für die Montage eignen sich selbstbohrende Dübel für Fugen, sogenannte Fugenanker, oder spezielle Klebeösen mit Schraubgewinde. Bei Fugenankern wird ein Metall- oder Kunststoffkörper direkt in die Fuge gedreht. Dafür wird kein Bohrer benötigt, sondern ein passender Bit oder ein Inbusschlüssel. Die Öse oder der Haken wird anschließend in den Anker geschraubt. Bei Klebeösen wird die Fuge mit Alkohol gereinigt, dann ein Montagekleber aufgetragen und die Öse für die angegebene Zeit fixiert.
Wer keine dauerhafte Lösung benötigt, kann auf Saugnäpfe oder Haken mit Klebepads ausweichen. Diese halten nur auf glatten, sauberen Fliesen, nicht auf Fugen. Für dauerhafte Befestigungen in der Fuge ist ein Fugenanker die stabilere Wahl. Prüfen Sie nach der Montage mit leichtem Zug, ob der Anker hält. Bei Unsicherheit lieber eine zweite Öse setzen. So bleibt die Fliese unbeschädigt und die Befestigung trägt zuverlässig.
Ösen in einer Fliesenfuge zu befestigen, ohne den Stein anzubohren, ist eine praktische Lösung für Mietwohnungen, Mosaikfliesen oder empfindliche Oberflächen. Entscheidend ist, dass die Fuge tragfähig ist: Sie muss fest, sauber und mindestens einige Millimeter tief sein. Bröseliger Fugenmörtel oder Silikonfugen tragen keine Last. Prüfen Sie vorab mit einem Schraubendreher, ob der Fugenmörtel hart ist und sich nicht eindrücken lässt.
Ein Fenstergriff im Altbau lässt sich in vielen Fällen tauschen, ohne die Zarge auszubauen. Entscheidend ist, dass der neue Griff zum vorhandenen Schließmechanismus und zur Bohrbild des Fensterflügels passt. Wer einfach einen Griff nach optischem Geschmack kauft, riskiert, dass der Vierkant nicht greift, die Schraubenlöcher nicht übereinstimmen oder der Griff beim Schließen am Rahmen schleift. Vor dem Kauf sollte deshalb der alte Griff abgenommen und die Maße notiert werden: Vierkantstärke, Vierkantlänge, Lochabstand und die Länge des Griffhalses.