Welche Schrauben zuerst nachziehen Beginne an den Ecken. Die vier Eckverbindungen tragen die Hauptlast und lockern sich am häufigsten. Ziehe sie über Kreuz an, also erst vorne links, dann hinten rechts, dann vorne rechts, dann hinten links. So vermeidest du, dass sich der Rahmen verzieht. Danach kommen die Querstreben und der Mittelholm an die Reihe. Dreh jede Schraube nur so fest, dass sie stramm sitzt. Mit Gefühl, nicht mit Gewalt. Holz gibt nach, und eine überdrehte Schraube hält schlechter als eine handfeste.
Bevor Leisten getauscht werden, prüft man die Biegung. Nimm eine Leiste heraus und biege sie vorsichtig mit beiden Händen. Eine weiche Leiste gibt deutlich nach, eine harte federt kaum. Sortiere alle Leisten in drei Gruppen: weich, mittel, hart. Notiere die Anzahl pro Gruppe. Fehlt eine Markierung, hilft ein Blick auf die Unterseite: Häufig sind Farbpunkte oder eingeprägte Symbole vorhanden, die den Härtegrad verraten.
Bevor du mit dem Schraubenschlüssel arbeitest, drehst du die Matratze und den Lattenrost aus dem Rahmen. Nur so kommst du an alle Verbindungen heran, ohne dich zu verrenken. Leg den Rahmen auf eine weiche Unterlage, damit du keine Kratzer in den Boden oder ins Holz machst. Nimm dir Zeit und schau dir jede Verbindung an. Nicht jede Schraube ist gleich – manche sind in Dübel gedreht, andere gehen durch Metallwinkel oder Exzenterverbindungen. Prüfe zuerst mit der Hand, ob sich eine Schraube leicht drehen lässt. Wenn ja, ist sie locker.
Worauf es bei den Maßen ankommt Die Maße richten sich nach der Liegefläche und der Matratzenhöhe. Übliche Kopfverstellungen liegen zwischen 30 und 45 Grad, Fußteile zwischen 20 und 30 Grad. Der Abstand zwischen den Leisten sollte zur Matratzenauflage passen: Zu breite Zwischenräume lassen die Matratze durchsacken, zu enge nehmen die Federung. Besonders kritisch ist die Länge des Verstellsegments. Bei einer Matratze mit 90 cm Breite und 200 cm Länge darf das Kopfteil nicht mehr als ein Drittel der Liegefläche einnehmen, sonst bleibt zu wenig Fläche für den Rumpf. Prüfen Sie vor dem Kauf den Abstand zwischen den Gelenken und der Bettumrandung – ein Aufbausystem, das seitlich anstößt, blockiert die Bewegung.
Die Dachschräge selbst erfordert zusätzliche Aufmerksamkeit. Wenn das Bett parallel zur Schräge steht, also mit dem Kopfende an der niedrigen Wand, ist der Abstand zur Wand oft unproblematisch. Steht das Bett jedoch quer, also mit der Längsseite unter der Schräge, muss der Abstand an der niedrigsten Stelle gemessen werden. Ein häufiger Fehler ist, den Abstand an der höchsten Stelle zu messen und dann davon auszugehen, dass es überall passt. Das führt dazu, dass das Bett an der niedrigen Seite anstößt oder gar nicht erst hineinpasst. Wer unsicher ist, sollte den Bereich mit Kreppband auf dem Boden markieren und die Höhe an mehreren Punkten prüfen.
Im Alltag zeigt sich der Unterschied schnell. Ein Lattenrost mit stufenloser Kopfverstellung lässt sich abends zum Lesen hochfahren und morgens flach stellen. Wer den Fußteil verstellt, entlastet die Beine nach langem Stehen. Ein häufiger Fehler: Die Matratze wird beim Anheben nicht mitgeführt, weil die Auflage zu glatt ist. Abhilfe schaffen rutschfeste Unterlagen oder ein Lattenrost mit Fixierleisten. Ein weiterer typischer Fehler ist das Nachstellen im Liegen. Besser ist es, vor dem Zubettgehen die gewünschte Position einzustellen und dann die Matratze kurz anzudrücken, damit sie sich setzt.
Beginnen Sie mit einer einfachen Diagnose. Stellen Sie sich neben das Bett und drücken Sie abwechselnd auf die vier Ecken, während eine zweite Person den Rahmen beobachtet. Wackelt nur eine Ecke, liegt das Problem lokal. Bewegt sich das ganze Bett, sind mehrere Verbindungen betroffen. Drehen Sie das Bett anschließend vorsichtig auf die Seite oder kopfüber, damit Sie an alle Eckverbindungen herankommen. Legen Sie eine Decke unter, damit der Rahmen keine Kratzer bekommt.
Die erste Prüfung gilt den Verbindungsstellen. Schrauben, Bolzen und Exzenterverbindungen lockern sich mit der Zeit, besonders bei Bettgestellen und Stühlen. Eine gelockerte Schraube lässt die Teile minimal gegeneinander arbeiten, und genau dieses Spiel erzeugt das Quietschen. Alle Verbindungen mit passendem Werkzeug nachziehen, nicht mit Gewalt, sondern bis zum spürbaren Anschlag. Bei Holzdübeln prüfen, ob sie noch stramm sitzen; ein herausgearbeiteter Dübel muss ersetzt werden, nicht nur nachgeleimt.
Zieh die Schrauben künftig einmal im Jahr nach, am besten beim Wechsel der Bettwäsche. So bleibt der Rahmen stabil, und das Knarzen kommt gar nicht erst wieder. Wenn eine Schraube trotz Nachziehen immer wieder locker wird, ist das Gewinde ausgeschlagen. Dann setzt du einen Holzdübel mit Leim in das Loch und drehst die Schraube neu hinein. Das hält länger als jedes Nachziehen.
Ein knarzendes Bett ist meist kein Grund, gleich einen neuen Rahmen zu kaufen. In den allermeisten Fällen sind lockere Schraubverbindungen die Ursache. Holz arbeitet mit der Zeit, die Feuchtigkeit im Schlafzimmer schwankt, und jede Bewegung im Bett setzt die Verbindungen unter Spannung. Irgendwann geben die Schrauben nach, das Holz reibt aufeinander, und das Geräusch entsteht. Wer die Schrauben am Bettrahmen nachzieht, beseitigt das Problem oft dauerhaft.