7 Ideen für Flur-Stauraum mit Bank und Spiegel

Zuerst muss die Höhe exakt gemessen werden. Ein Maßband an der niedrigsten Stelle reicht nicht. Man braucht ein Raster: alle 30 Zentimeter die lichte Höhe von der Wand bis zur Schräge notieren. So entsteht ein Profil, das zeigt, wo ein Schrank noch passt und wo er abgeschrägt werden muss. Typischer Fehler: nur die höchste Stelle messen und dann feststellen, dass die Tür nicht aufgeht. Auch die Dachschräge selbst ist selten gerade – Putz oder Holzbekleidung können um einige Zentimeter abweichen.

Typischer Fehler: Dübel zu kurz wählen oder in eine dünne Vorsatzschale bohren, hinter der Hohlraum liegt. Ebenso problematisch ist das Befestigen nur in der Fliesenfuge, weil der Untergrund darunter oft weicher ist. Bei Fliesen empfiehlt sich ein Fliesenbohrer ohne Schlag, damit der Rand nicht ausplatzt. Nach dem Setzen der Dübel prüft man die Halterung mit Zug, bevor der Schrank eingehängt wird.

Module nutzen statt Sonderanfertigung Statt teurer Einzelanfertigung eignen sich handelsübliche Regalsysteme mit flexiblen Böden. Man kauft ein Grundgestell, das etwas höher ist als die maximale Nische, und kürzt die Seitenteile mit einer einfachen Säge auf das gemessene Profil. Für den unteren Bereich, wo die Schräge tief ins Zimmer ragt, bieten sich Schubladen auf Rollen an, die man einfach unter die Schräge schiebt. Wer keine Säge benutzen will, kann auf offene Regale setzen und die Lücke mit passenden Aufbewahrungsboxen füllen. Wichtig: Die Boxen müssen stapelbar sein und dürfen nicht klemmen, sonst wird der Stauraum zur Falle.

Bevor die erste Platte an die Wand kommt, muss die Wandfläche eben, trocken und tragfähig sein. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern pro Meter führen dazu, dass sich die Paneele verziehen und die Heizschicht punktuell überhitzt. Bei mineralischen Untergründen eine Tiefengrundierung auftragen, bei Gipskarton die Fugen verspachteln und anschließend schleifen. Die elektrische Zuleitung wird vor der Montage gelegt: Jede Heizzone braucht einen eigenen Stromkreis mit Fehlerstromschutzschalter, und der Anschluss gehört in eine tiefe Dose, damit das Kabel hinter der Platte verschwindet.

Ein typischer Fehler ist das Verlegen ohne Dehnungsfuge. Kork arbeitet bei Temperaturschwankungen, auch wenn die Bewegung gering ist. An Wandanschlüssen, Ecken und um Rohre herum sollte man einen Spalt von etwa fünf Millimetern lassen und diesen später mit einer flexiblen Acryl- oder Korkfuge schließen. Wer die Platten direkt aneinanderpresst, riskiert wellige Kanten. Ebenso problematisch ist das Überstreichen mit normaler Wandfarbe: Sie dichtet die Oberfläche ab und nimmt dem Kork seine schalldämmende Wirkung. Besser sind offenporige Lasuren oder gar keine Behandlung, wenn die natürliche Optik gewünscht ist.

Im Feuchtraum kommt der Schutz dazu. Die Bohrlöcher sollten nach dem Setzen mit Silikon oder einer geeigneten Abdichtung verschlossen werden, damit kein Wasser in die Wand eindringt. Schränke aus Holz oder Holzwerkstoffen brauchen an den Schnittkanten eine Versiegelung, sonst quellen sie auf. Rückseitige Lüftungsöffnungen verhindern, dass sich hinter dem Schrank Feuchtigkeit staut. Ein kleiner Abstand zur Wand wirkt ebenfalls günstiger als ein press anliegender Korpus.

Ein Hängeschrank im Bad scheitert selten an der Optik, sondern an der Wand. Bevor ein Loch gebohrt wird, muss klar sein, was dahinter liegt: Mauerwerk, Porenbeton, Gipskarton oder eine Installationsebene. In Bädern verlaufen zudem häufig Wasser- und Abwasserleitungen in der Wand, oft in genau der Höhe, in der der Schrank hängen soll. Wer blind bohrt, trifft im schlechtesten Fall einen Verteiler oder ein Rohr. Deshalb gilt: Erst prüfen, dann bohren.

Leitungen finden und die richtige Befestigung wählen Für die Leitungssuche reichen meist der Blick in vorhandene Revisionsklappen, der Abgleich mit dem Grundriss oder ein elektronisches Ortungsgerät. Elektrische Leitungen laufen in Badwänden häufig senkrecht über Schalter und Steckdosen, Wasserleitungen parallel zum Boden oder zur Dusche. Wer unsicher ist, bohrt mit geringer Drehzahl und ohne Schlag, bis die Wandschicht durchdrungen ist. Für die Tragfähigkeit zählt nicht der Dübel allein, sondern das Zusammenspiel aus Untergrund und Befestiger. In massivem Mauerwerk halten Spreizdübel zuverlässig, in Porenbeton braucht es zugelassene Dübel für den Baustoff, in Gipskarton tragen nur Hohlraumdübel mit ausreichender Lastangabe. Ein Schrank mit Fliesen oder schweren Türen wiegt schnell mehr, als viele erwarten; die Last verteilt sich besser auf vier Befestigungspunkte als auf zwei.

Die Nutzung sollte sich nach der Höhe richten. Ganz unten, wo nur 40 bis 60 Zentimeter Platz sind, gehören flache Kisten für Schuhe, Werkzeug oder Akten. In mittleren Bereichen lassen sich Kleiderstangen quer montieren – das spart Tiefe und macht den Bereich zur Garderobe. Ganz oben, wo die Schräge fast senkrecht wird, ist Platz für selten Genutztes. Wer dort schwere Dinge lagert, muss die Zugänglichkeit bedenken: Eine Klappe oder ein ausziehbares Fach verhindert, dass man jedes Mal eine Leiter braucht.