Bevor Sie irgendetwas bohren oder anklemmen, legen Sie die Nutzungszonen fest. Eine Eckbadewanne hat drei relevante Bereiche: den eigentlichen Wannenkörper, den Einstieg und den Bereich davor, in dem Handtuchhalter oder Ablage stehen. Der Deckenfluter sollte nicht senkrecht über der Wanne, sondern leicht versetzt darüber montiert werden – etwa auf Höhe der gegenüberliegenden Wand oder in Richtung Raummitte. So fällt das Licht schräg in die Wanne, ohne dass die Wasseroberfläche als Spiegel wirkt. Achten Sie darauf, dass der Lichtkegel den Einstieg nicht ausspart, sonst wird der Schritt in die Wanne unsicher.
Die Beleuchtung wird oft unterschätzt. Eine einzelne Deckenlampe erzeugt hartes Licht und Schatten. Besser sind drei Lichtquellen: eine Deckenleuchte für Grundlicht, eine Stehlampe neben dem Sofa und eine kleine Leuchte auf einem Sideboard. Warmweißes Licht mit etwa 2700 Kelvin ist für Wohnräume geeignet, kaltes Licht bleibt Küche und Bad vorbehalten. Achten Sie darauf, dass Kabel nicht quer durch den Raum laufen – verlegen Sie sie hinter Möbeln oder nutzen Sie Kabelkanäle an der Wand.
Anmeldung: Zwei Stellen, ein Formul
Die meisten Wohnzimmer in deutschen Mietwohnungen haben ein ähnliches Problem: Sie sind lang und schmal, haben oft zwei Fenster auf einer Seite und eine Heizung unter der Fensterbank. Bevor Möbel gekauft werden, lohnt es sich, den Raum mit Kreppband auf dem Boden zu markieren. Stellen Sie den Umriss des Sofas, des Tisches und des Regals mit Klebeband dar – so sehen Sie sofort, ob Laufwege frei bleiben. Ein typischer Fehler ist, alles an die Wand zu schieben. Dadurch entsteht eine Mitte, die niemand nutzt, während die Sitzplätze zu weit auseinander liegen.
Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Kalkputz, Raufaser und Dispersionsfarbe verhalten sich völlig unterschiedlich. Auf glatten, lackierten Flächen halten Klebesysteme meist zuverlässig, auf leicht sandenden Untergründen lösen sie sich innerhalb weniger Tage. Testen lässt sich das mit einem einfachen Streifen Klebeband: Über Nacht anbringen und morgens abziehen. Nimmt er Farbe oder Putz mit, ist die Wand für Klebelösungen ungeeignet. In diesem Fall bleiben nur freistehende Möbel oder Systeme, die ohne Wandkontakt auskommen.
Farben, die den Raum nicht kleiner machen Ein häufiger Irrtum: Dunkle Wände machen kleine Räume gemütlich. In Wahrheit lassen dunkle Flächen den Raum enger wirken, besonders wenn nur ein Fenster vorhanden ist. Wählen Sie eine Grundfarbe für drei Wände – Weiß, ein helles Grau oder ein warmes Beige – und eine Akzentwand in einem kräftigeren Ton. Die Akzentwand sollte die Wand sein, die man beim Betreten nicht direkt sieht, oder die Wand hinter dem Sofa. Decken Sie nie alle vier Wände mit derselben dunklen Farbe ab, das erdrückt den Raum.
Für schwerere Lasten wie Spiegel oder Regale sind Klebelösungen ungeeignet, auch wenn die Verpackung anderes verspricht. Hier helfen Möbelstücke, die auf dem Boden stehen und die Wand nur optisch berühren. Schmale Konsolen mit Standfuß, hohe Schuhschränke oder offene Regalsysteme mit Rückwand lassen sich ohne Bohren aufstellen. Wichtig ist ein rutschfester Unterbau, damit nichts kippt. Ein Teppichläufer oder Filzgleiter schützt zusätzlich den Boden und verhindert Kratzer beim Verschieben.
Bei der Möbelwahl zählt nicht die Menge, sondern die Höhe. Niedrige Möbel lassen den Raum offener wirken, hohe Schränke wirken wie Wände. Ein Sofa mit niedriger Rückenlehne und schlanken Beinen nimmt weniger Platz weg als ein klobiger Sessel. Regale sollten nicht bis zur Decke reichen, wenn der Raum klein ist – lassen Sie oben mindestens eine Handbreit Luft. Ein typischer Fehler ist der Kauf von Möbelsets: Sie wirken im Katalog stimmig, im Raum aber wie ein Block. Kombinieren Sie lieber zwei Materialien, zum Beispiel Holz und Metall, und lassen Sie eine Wand bewusst leer.
Der zweite Fehler betrifft den Abstand zur Wand und zur Armatur. Ein Spiegel direkt auf Fliesen oder Putz ohne Hinterlüftung beschlägt schneller und kann auf Dauer Feuchtigkeit hinter der Silikonfuge sammeln. Wer eine Leiste oder kleine Abstandshalter verwendet, schafft einen Luftspalt, der die Verdunstung begünstigt. Gleichzeitig darf der Spiegel nicht zu weit vorstehen, sonst stößt man beim Zähneputzen mit dem Kopf an. Praktisch bewährt hat sich ein Abstand von etwa ein bis zwei Zentimetern zwischen Wand und Spiegelrückseite, sofern die Halterung das zulässt.
Ein zweiter typischer Fehler ist die falsche Größe. Eine Matte, die nur in der Mitte liegt, bringt wenig. Sie sollte möglichst die gesamte Teppichfläche abdecken, aber an keiner Seite überstehen. Bei Teppichen mit Fransen oder unregelmäßigem Rand hilft es, die Matte einige Zentimeter kleiner zu wählen und den Rand des Teppichs leicht einzuschlagen. So verrutscht nichts, und die Optik bleibt sauber.
Ein loser Teppich auf Parkett, Laminat oder Fliesen verrutscht bei jedem Schritt. In einer Mietwohnung kommt hinzu, dass der Boden nicht beschädigt werden darf und sich nichts dauerhaft verändern lässt. Kleben, Schrauben oder Bohren scheiden also aus. Die folgenden Lösungen halten den Teppich an Ort und Stelle, ohne das Mietverhältnis zu gefährden.